03.04.2020 07:51 |

Corona-Krise

„Es gibt keinen Grund für eine Entwarnung“

Fünf Verstorbene, 708 positiv getestete Coronavirus-Erkrankte. Es sind traurige Bilanzen, die derzeit Tag für Tag in Vorarlberg gezogen werden. Nicht umsonst sprach Landeshauptmann Markus Wallner gestern davon, dass er keinen Grund für eine Entwarnung sehen könne. 

Positiv ist einzig der Umstand, dass die Infiziertenkurve etwas abgeflacht ist - ein Indiz dafür, dass die Maßnahmen erste Wirkung zeigen. Nun gelte es „durchzuhalten und dranzubleiben“, betonte Wallner. Zugleich gab er aber zu bedenken, dass nur „die Spitze des Eisbergs“ getestet würde. Wie hoch die Dunkelziffer tatsächlich ist, könne derzeit niemand seriös einschätzen.

Auch Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher appellierte zum wiederholten Male an die Bevölkerung: „Bitte reduzieren Sie Ihre Sozialkontakte auf das Notwendigste!“ Die Spitze der Infektionen ist noch nicht erreicht, das ist den Verantwortlichen klar. Deshalb werden auch alle Anstrengungen unternommen, um noch mehr Betten in den Spitälern bereitzustellen. Vorarlberg steht diesbezüglich in regem Austausch mit der angrenzenden Schweiz und dem deutschen Bodenseeraum. Im Notfall, so Wallner, könne einander über die Grenzen hinweg geholfen werden.

Unterdessen wurde das Krankenhaus Maria Ebene zum psychiatrischen Notspital umfunktioniert - dadurch werden am LKH Rankweil mehr Betten für Corona-Patienten frei. Die Spitäler selbst richteten gestern übrigens einen Appell an die Bevölkerung: Haushalts- und Freizeitunfälle seien seit einigen Tagen im Steigen begriffen - eine Zusatzbelastung für die Krankenhäuser, die es unbedingt zu vermeiden gelte.

Rüscher ging gestern auch auf die Kritik ein, wonach die niedergelassenen Ärzte über zu wenig Schutzausrüstung verfügen. Das Land habe eine eiserne Reserve angelegt. Sobald mehr Material aus Wien geliefert würde, werde die Ausrüstung „großzügiger“ an die Ärzte verteilt.

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