29.03.2020 16:33 |

Hatte Vorerkrankungen

Portugiese (14) ist Europas jüngstes Corona-Opfer

Ein erst 14-jähriger Schüler aus Portugal ist seit Sonntag das jüngste Corona-Todesopfer in Europa. Der Teenager starb in den frühen Morgenstunden in einem Krankenhaus. „Er hatte bereits gesundheitliche Probleme“, sagte Salvador Malheiro, Bürgermeister der Stadt Ovar, bei einer Pressekonferenz am Sonntagnachmittag. Erst am Mittwoch war eine 16-jährige Französin ohne Vorerkrankungen am Coronavirus gestorben.

Wie die britische „Daily Mail“ am Sonntag berichtete, soll der junge Portugiese seit Jahren an der chronischen Hauterkrankung Psoriasis (Schuppenflechte) gelitten haben. Der Schüler kam aus der Gemeinde Maceda (Ovar), die gut eine halbe Autostunde südlich von Porto liegt.

14-Jähriger wurde erst am Samstag ins Spital eingeliefert
Wie die portugiesische Tageszeitung „Publico“ berichtete, wurde der Teenager am Samstag mit Covid-19-Symptomen ins Krankenhaus Sao Sebastiao im nahe gelegenen Santa Maria da Feira eingeliefert und sofort auf das Virus getestet. Das Ergebnis war positiv. Bereits zuvor wurden in der Gemeinde des Schülers insgesamt fünf Fälle von Covid-19 bestätigt, von denen drei „mit derselben Übertragungskette verbunden sind“.

Schüler stammte aus Haushalt mit „wirtschaftlichen Bedürfnissen“
Der 14-jährige, so „Publico“, stammte aus einem Haushalt mit „wirtschaftlichen Bedürfnissen“. Die Behörden ermitteln derzeit, wie es um die Gesundheitsbedingungen der Familie bestellt ist, die aus „sechs oder sieben Personen“ bestehen soll. In Portugal sind bisher rund 5170 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Rund 100 Menschen starben daran.

Schock in Frankreich
Seit Mittwoch steht auch Frankreich unter Schock, nachdem eine erst 16-jährige Schülerin an den Folgen des Coronavirus gestorben war. Sie hatte keine Vorerkrankungen. „Sie hatte zuerst nur einen leichten Husten. Vergangenes Wochenende wurde es schlimmer, am Montag gingen wir zum Arzt“, erzählte ihre ältere Schwester der Zeitung „Le Parisien“. 

„Wir müssen aufhören zu glauben, dass es nur ältere Menschen trifft“
Dann sei alles ganz schnell gegangen: Erst kam die Schülerin in Longjumeau in der Nähe von Paris ins Krankenhaus, wurde dann ins Necker-Kinderkrankenhaus in der französischen Hauptstadt verlegt. Die Ärzte intubierten das Mädchen, konnten es aber nicht mehr retten. Am Montag soll sie beerdigt werden. „Wir müssen aufhören zu glauben, dass es nur ältere Menschen trifft“, sagte ihre Schwester. „Niemand ist im Kampf gegen dieses Virus unbesiegbar.“

Nach Angaben des französischen Gesundheitsministeriums ist Julie an einer besonders aggressiven Form des Coronavirus gestorben, die „extrem selten“ bei jungen Leuten ist. Im Fernsehen läuft pausenlos die Nachricht, dass die 16-Jährige gestorben ist, sie ist eine von bisher knapp 2300 Todesopfern in Frankreich. 

Deutschland registriert rund 4000 neue Infektionen an einem Tag
In Spanien stieg unterdessen die Zahl der Toten auf 6528, ein Plus zum Vortag von 838, wie das spanische Gesundheitsministerium am Sontag mitteilte. Insgesamt gebe es 78.797 Infizierte, das seien 6549 mehr als am Vortag. Innerhalb eines Tages ist die Zahl der Infizierten in Deutschland um mindestens 4000 Fälle gestiegen. Das geht aus den Daten hervor, die das Robert Koch-Institut am Sonntagvormittag veröffentlichte (Stand Sonntag 0 Uhr). Demnach zählte es bislang insgesamt 52.547 Fälle - 63 pro 100.000 Einwohner. Das waren 3965 Fälle mehr als am Vortag. Insgesamt seien bislang 389 Infizierte gestorben. In Großbritannien sind inzwischen 1228 Menschen an der Krankheit Covid-19 gestorben.

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