29.03.2020 12:15 |

Schüler bloggen Teil 2

„Social Media ist kein Ersatz für eine Umarmung“

Am Montag beginnt die dritte Woche, in der Österreichs Schulen geschlossen sind. Mit Ferien haben diese Tage allerdings so gar nichts zu tun. Weder für das Lehrpersonal noch für die Schülerinnen und Schüler, die am BG Blumenstraße in Bregenz die Geschehnisse dieser Tage und ihre Gedanken in Blogs und Online-Tagebüchern protokollieren...

Ich schätze Schule, ich schätze meine Lehrer, ich schätze Exponentialfunktionen und die Kosten-Preis-Theorie., ich schätze Faust, ich schätze: „Now you will habe 45 seconds to read the task below“, ich schätze Völkerball (…), ich schätze die Endosymbiontentheorie, ich schätze die Wirtschaftsfaktoren, ich schätze SCHULE! (Will anonym bleiben, 8a)

Dieses Online-Lernen nervt, Riesenchaos. Vermisse soziale Kontakte, bisherige Suchversuche blieben ohne Erfolg. Könnte natürlich mit Freunden skypen oder chatten, schreibe allerdings nur Lehrer*innen E-Mails. Normalerweise könnte ich mich heute auf das Wochenende freuen, weil Freitag ist, allerdings fühlt sich zurzeit jeder Tag wie Sonntag an. (Hannah 8a)

Samstag, 21. März

Die erste Woche ist überstanden, ein Viertel ist geschafft! Doch diese eine Woche fühlt sich an wie ein Monat und ich hätte nie gedacht, dass ich die Schule jemals so vermissen werde. Denn man kann einfach nichts tun, den Vormittag widme ich wie so oft der Schule. Doch so bleibt mir für den Nachmittag keine Beschäftigung und ich dümple den ganzen Tag so vor mir hin und ich warte nur auf den Abend, bis endlich wieder ein Tag geschafft ist. Ein Tag näher an der Normalität. Doch ich beginne mich zu fragen, ob wir nach den Osterferien überhaupt wieder zur Normalität zurückkehren können oder nicht. Ich hoffe einfach inständig, dass wir nach Ostern alle wieder in die Schule und zu unseren Freunden gehen können. (Jakob 6b)

Sonntag 22. März

Aktuelle Daten: Es sind bereits 3.924 Personen in Österreich infiziert und 21 davon gestorben. Bisher durchgeführte Testungen: 23.429 (Christopher 6b)

Ich werde meinen Koffer packen und abhauen. Nach Innsbruck. (Naja, vielleicht im Traum - Covid-19) Ich kann es einfach nicht mehr bis zum Studium abwarten. Ich habe heute alle Infos zum Studienbeginn bekommen.Vor lauter Vorfreude hopse ich schon den ganzen Tag umher und die Zwangs-Quarantäne scheint wie vergessen. Vielleicht drehe ich auch langsam durch und mein Gehirn versucht sich krampfhaft auf etwas Positives zu fokussieren. Der Überlebensinstinkt von Optimisten ist wirklich bewundernswert. Ich hab so furchtbar gute Laune, dass ich sogar schon freiwillig auf die Mathematura gelernt habe. (Chiara 8a)

Montag, 23. März

Es ist erst die zweite Wocheee! Es ist die zweite Woche ohne Sport und erst die zweite Woche ohne Schule. Wie gewöhnlich werfe ich einen Blick auf mein Handy und sehe die neuen Arbeitsaufträge für die diese Woche. Ach, wie schön, wir haben ja nichts Besseres zu tun, als nur Arbeitsaufträge zu machen! Danke! (Abdullah 6b)

Ich ertrinke in Aufgaben und wenn die Quarantäne weiter geht, bin ich mir sicher, dass ich dicker werde, weil mein fetter A… nicht zwischen Langeweile und Hunger unterscheiden kann. Es schmerzt zu wissen, dass ich für weitere drei Wochen nicht die Menschen zu sehen bekomme, die mich täglich zum Lachen bringen. (Umut 6b)

Ich bin aufgewacht, habe ein, zwei Aufgaben für die Schule erledigt und wurde für eine vorherige vom Lehrpersonal kritisiert. Auch wenn das Wetter heute klar war und die Sonne die Außenwelt äußert schön erscheinen ließ, war es ein bisschen kühl im Vergleich zu den restlichen Tagen. Es ist der 8. Tag und ich habe mein Zeitgefühl vollständig verloren. Ob das unter diesen Umständen gut oder schlecht ist, wird sich noch herausstellen. (Arthur 6b)

Heute bin ich - wie vorgenommen - vor neun aufgewacht und gleich nach dem Frühstück spazieren gegangen. Mein Spaziergang hat ungefähr 2,5 Stunden gedauert. Ich bin entlang der Rheinstraße bis in die Stadt gelaufen und dann entlang dem Bodensee wieder zurück. Auf der Straße habe ich nicht so viele Menschen gesehen, aber dem See entlang doch einige. Die meisten sind mit dem Fahrrad gefahren, einige haben gejoggt und die anderen sind spaziert. Dank der frischen Luft habe ich mich wieder besser gefühlt. Ich habe bis jetzt sehr viel gemeckert, doch bin dankbar, dass wir wenigstens an die frische Luft dürfen. 🙏🏻 (Rukiye 6b)

Nachdem wir am morgen die Nachrichten bekommen haben, dass die VWA-Präsentation ausfällt und die Matura um mindestens zwei Wochen verschoben wird, bin ich in Selbstmitleid verflossen und den ganzen Tag nicht mehr heraus gekommen. Am Abend hat mich dann eine Freundin angerufen und mich aus diesem Tief geholt. (Lisa 8a)

VWA-Präsentation komplett gestrichen! Die Note wird nur aus der schriftlichen Arbeit bestimmt. Auf der einen Seite finde ich das gut, denn ich habe mich schon sehr gefürchtet vor den Fragen, die mir bevorgestanden wären. Auf der anderen Seite habe ich schon sehr viel Zeit in die Power- Point und in die Präsentation gesteckt, sodass ich sie jetzt schon gerne vorgeführt hätte - auch als Übung für die mündliche Matura. Aber man muss es nehmen, wie es kommt und kann eh nichts ändern. Zudem will meine VWA-Lehrerin, dass ich ein Video mache und ihr die Präsentation schicke, somit habe ich sie nicht ganz umsonst gemacht! (Madlyn 8a)

Mir ist aufgefallen, dass ich letzte Woche nur so viel gearbeitet habe, weil ich zum Teil bereits Aufgaben erledigt habe, die erst nach den Ferien abzugeben wären. Allerdings habe ich jetzt viel weniger zu tun, was zum einen Langeweile mit sich bringt, aber auch Zeit schafft für Dinge, die ich normalerweise nicht machen kann (oder auch machen will). Heute habe ich nämlich einen Großputz in meinem Zimmer gemacht, der schon lange nötig war. Dennoch spüre ich auch wie mir die Außenwelt fehlt. Oft habe ich einfach das Bedürfnis, raus zu gehen, um einen Spaziergang oder eine Rundfahrt mit meinem Moped zu machen. Dann allerdings rufe ich mir wieder ins Gedächtnis, dass ich sicher nicht von einem Polizisten aufgehalten werden will, der mich direkt wieder nach Hause schickt. (Alissia 6b)

Dienstag, 24. März

Ein paar Freunde und ich haben aus der Langeweile heraus entschieden, dass wir tägliche Vlogs oder andere Videos machen und heute war ich an der Reihe. Ich habe aber schnell festgestellt, dass ich kein wirkliches Talent zum Youtuber habe. Trotzdem ist die Idee echt gut gewesen und die Videos meiner Freunde sind zurzeit das beste Entertainment, das ich bekommen kann. (Anika 8a)

Das Einzige, was ich zurzeit den ganzen Tag mache, ist Arbeitsaufträge erledigen. Morgen wieder und übermorgen wieder. Ich hätte nicht gedacht, dass es etwas Langweiligeres als Schule gäbe. Die derzeitige Situation aber toppt alles. In Ländern wie der Schweiz überlegt man schon Streaming-Dienste, wie Netflix, einzustellen, da das Internet überlastet sei. Kein Wunder, wenn man den ganzen Tag zuhause sitzt und nichts zu tun hat. (Teo 6b)

Laut dem bisherigen Stand soll die Matura frühestens ab 18. Mai abgehalten werden. Ich bin sehr gespannt, ob es dabei bleibt. Ich hoffe es jedenfalls. Kurz hat heute nämlich angekündigt, dass die Maßnahmen nach den Osterferien wahrscheinlich doch noch nicht abgebaut werden können. Man muss jetzt jedenfalls noch die Entwicklungen abwarten. Für uns Maturanten gilt auf jeden Fall: je früher wir wieder in die Schule können, desto besser. (Eva, 8a)

Liebes Tagebuch, habe nichts Besonderes gemacht. Wärst du nicht ein Auftrag meines Klassenvorstandes, würde ich nicht einmal dich schreiben. (Nariye 8a)

Heute ist schon der zweite Tag der neuen Woche. Aber zum Wochenende gibt es sowieso keinen allzu großen Unterschied, würde ich sagen. In meinen Augen spüre ich nicht mal mehr den Unterschied zwischen den Wochentagen; ich meine, die Abgabefälligkeit eines Arbeitsauftrags, die wir von den Lehrern bekommen, ist sowieso jeden Tag. Da hat man gar kein Wochenende-Feeling mehr. Aber eigentlich ist ja jeder Tag quasi frei, also sollte ich mich nicht beschweren. Trotzdem muss man es sagen, es kommt wahrscheinlich sowieso in jedem Blog-Eintrag aller Schüler vor, aber es ist so: Die Lehrer vergessen wohl, dass jede Klasse noch andere Lehrer hat! (Vitus 6b)

Mittwoch, 25. März

Der Stress bleibt gleich. Jedes Mal ist man froh, wenn man eine Aufgabe erledigt hat. Daraufhin geht man auf „Moodle“, „Webuntis“ und noch 1000 andere Plattformen, um nachzusehen, ob man wieder was bekommen hat und siehe da! 10 neue Aufgaben von den verschiedensten Lehrern. Abgabetermin: In 2 Tagen. Eine Lehrerin hat sogar einen Test aufgegeben. (Christopher 6b)

Verglichen zu gestern war heute ein recht produktiver Tag in meiner Hinsicht. Ich konnte die meisten Hausübungen fertig machen und zusätzlich hatte ich sehr geringe Schmerzen, was meinen Zahn angeht. Durch diverse Telefonate und Sprachaufnahmen versuche ich mit meinen Freunden weiterhin zu kommunizieren. Nur selten kommen andere Themen als Corona auf. Gerade wurde veröffentlicht, dass in Irland alle Maturanten die besten Noten in der mündlichen Reifeprüfung bekommen werden. Das scheint wohl Grund genug zu sein, um eine heftige Diskussion in unserer Klassengruppe entstehen zu lassen. Ich glaube die Quarantäne tut den Meisten nicht gut. (Alex 8a)

Wie soll das Ganze nur weitergehen? Aussagen zufolge werden wir in zwei Wochenden Höhepunkt der ganzen Pandemie erreicht haben. Dann benötigt es aber wieder einige Wochen, bis wieder einigermaßen ein „normaler“ Zustand herrscht. Dennoch soll uns das Coronavirus, den Experten zufolge, noch bis in den Hochsommer begleiten. Aber bedeutet das, dass wir dieses Schuljahr nicht mehr in die Schule dürfen??? Ich hoffe nicht! Ich meine, da verfallen ja noch alle in eine Art Depression, wenn wir noch bis Schulende zuhause „eingesperrt“ sind. (Laura 6b)

Donnerstag, 26. März

Hoffentlich wird dieses Virus eine Lehre für uns Menschen sein und nicht nur eine Krise, die nur Schaden hinzugefügt hat. Hoffentlich macht uns dieses Virus klar, wie wertvoll das Leben ist, das wir bis jetzt gelebt haben und wie dankbar wir dafür sein sollten. (Rukyie 6b)

Kurz sagt in einem Interview, dass die Schulen vielleicht auch nach den Osterferien noch geschlossen bleiben. In Irland fallen Teile der mündlichen Prüfung aus und die Maturanten bekommen in Sprachen und Musik die Bestnote. (Anika 8a)

Den heutigen Tag haben Gizem und ich mal wieder damit begonnen per Facetime die Latein Hausübungen zu machen. Diesmal hat es deutlich weniger Zeit in Anspruch genommen, da der Text auch deutlich einfacher war. Nachdem ich somit die Latein Aufgaben von meiner TO-DO-Liste streichen konnte, widmete ich mich den anderen Fächern. Ich nutzte den Tag bzw. meine Motivation und konnte somit meine gesamte TO-Do-Liste dieser Woche abhaken.☺(Sesil 8a)

Heute habe ich nur einige kleine Aufgaben schulisch erledigt. Ich komme gut klar und fände es echt eine gute Idee, unsere Schule etwas mehr auf das Internet umzustellen. Ist jemand z.B. mehrere Wochen krank, kann er einfach die in der Schule gemachten Aufgaben übers Internet abrufen und selbst mitlernen. (Michael 6b)

Zum Thema Schule gibt es nichts Neues. Wir bekommen von manchen Lehrern immer noch Unmengen von Hausaufgaben, außerdem wurden wir heute informiert, dass wir nächsten Dienstag unsere erste Video Session halten sollen. Ob das aber was wird ist fragwürdig, aber wir werden sehen. (Migena 6b)

Ich mag es Dinge selbst zu recherchieren und mich wirklich mit Themen zu beschäftigen, also nicht dass ihr Lehrer jetzt meint, euer Unterricht sei für die Katz, aber so ein bisschen Internetrecherche und eigenständiges Arbeiten würde echt vielen 8-Stunden-Fächern guttun. Ich frage mich aber, ob sich nach dieser Coronakrise etwas ändern wird, also nicht nur wirtschaftlich, sondern in den Köpfen der Menschen, ob dieses „back tothe roots“ nicht allen einen Tritt in den Arsch gibt und sie von ihrem kapitalistischen Denken abbringt. Sich dem Wald, den Tieren, der Musik, dem Sport, was auch immer wieder widmen und Zeit verbringen mit den Menschen, die einem wirklich am Herzen liegen. (Mona 6b)

Donnerstag, 26. März

Hilfe. Ich verliere langsam den ganzen Überblick über die ganzen Arbeitsaufträge. Die Lehrer konnten sich nämlich nicht für eine Plattform entscheiden, wo sie die Aufträge online stellen und wir sie dort wieder abgeben müssen. Nein. Es musste unbedingt jeder Lehrer eine andere wählen. Die einen wollen, dass man es ihnen per Email schickt, die einen, dass man es auf die Moodle-Seite stellt, andere haben eine extra Google-Drive Seite erstellt, die anderen haben dann im Stundenplan wieder was eingetragen, nicht zu vergessen die, die dann plötzlich mit Microsoft-Teams kommen, von dem ich davor noch nie etwas gehört habe und mich gar nicht auskenne, ach ja und zu guter Letzt, gibt es noch die Lehrer, die dann gar nicht verlangen, dass man es Ihnen schickt oder die Lehrer, von denen man die ganze Zeit über nichts hört und nicht weiß, was man machen muss, ob man was machen muss, ob man nicht übersehen hat, dass er bzw. sie was online gestellt hat oder ob man sich Sorgen machen muss, dass der Virus sie erwischt hat. (Nikolina 6b)

Heute hätten wir Mathe-Schularbeit. Ob wir nun froh sind, dass sie nicht stattfindet? Das kann ich gar nicht genau sagen. Dem ein oder anderen wird es sicher zu Gunsten kommen, dass wir sie nicht schreiben müssen. Ich denke jedoch ein normaler Alltag wäre schon auch was. Wie dem auch sei… ändern können wir es ja sowieso nicht. Dieses Wochenende sollte sich herausstellen, ob die Maßnahmen wirken. Was wenn nicht? Was wenn die Zahlen der Infizierten weiter ansteigen? Will man dann noch drastischere Maßnahmen stellen? Ich hoffe nicht. Ich hoffe, dass die Ausgangssperre nach den Osterferien wirklich aufgehoben wird und wir dann auch bald wieder in die Schule dürfen. So gemütlich es zu Hause auch ist, ein bisschen ein Rhythmus hat noch nie geschadet. (Anna-Lena 6b)

Freitag, 27. März

Aufstehen. Blog schreiben. Badezimmer. Kurz „Hallo“ sagen. Wieder rauf. Blizzard starten. WoW bis zum Mittagessen. Essen. Schach. evt. „Sünnala“. Klavier. Wieder rauf. Gitarre.  Moodle u.ä. checken. WoW bis V-heute. V-heute. ZiB2. Film. evt. WoW bis 2330. Youtube. Schlafen. Mein Tagesablauf, den Sie sich auf keinen Fall so geplant vorstellen sollen, ist täglich relativ ähnlich. Manche meiner Freunde würden sagen er ist sogar ganz abwechslungsreich. Andere würden sagen: außer Bildschirm, Essen und Musik ist da nicht viel. Beide haben eigentlich recht. Aber was soll ich auch sonst tun? (Marco 8a)

Mittlerweile sind es über 7100 Infizierte in Österreich, von denen 52 schon gestorben sind. In den Nachrichten sehe ich sehr oft Beiträge darüber, dass sich alte Menschen darüber aufregen, dass die junge Gesellschaft die Ausgangsperre missachtet und lieber mit ihren Freunden abhängt. Doch ich muss gestehen, wenn ich auf der Strasse bin (um zu spazieren natürlich 😉), fällt mir immer wieder auf, dass mindestens 80 Prozent der Leute über 70 sind. Das wundert mich dann immer sehr, weil genau diese Leute sich aufregen, wenn Jugendliche die Ausgangsperre missachten. Doppelmoral? (Benni 6b)

Heute vor genau 14 Tagen, hatte ich meinen letzten Kontakt mit Menschen aus der Außenwelt. Krass. Ich habe nun wirklich zwei Wochen lang mit keinem Menschen face-to-face gesprochen. Und das Schlimmste kommt erst: Ich weiß nicht, wann ich mich wieder mit meinen Freunden normal unterhalten kann. Was ich weiß, ist, dass ich so nun auch leider die nächsten 14 Tage verbringen werde. Was danach kommt, weiß irgendwie keiner so wirklich. (…) Eine Person ist im Krankenhaus an dem Coronavirus gestorben. Und mir schien solch eine Nachricht noch so weit entfernt. Ich wusste nicht, zu was dieser Virus fähig war und ich habe ihn zugegeben eindeutig unterschätzt. (Ida 6b)

Es gibt viele Menschen auch Verschwörungstheoretiker, die die Meinung vertreten: „Immer noch alles übertrieben.“ Einer dieser Menschen ist Wolfgang Wodarg, Politiker und Lungenfacharzt. Also eine vertrauenswürdige Person. Vor einer Woche veröffentlichte der Kanal OVALmedia das Video „How Dr. Wolfgang Wodarg sees the current Corona pandemic...“. Dieses Video hat mittlerweile schon fast 2 Mio. Aufrufe und geht zurzeit viral im Internet. Wodarg erklärt in diesem Video, dass es die Coronaviren schon immer gab und dass das alles nur Panikmache sei. Viele stimmen ihm zu. Es gibt auch viele Virologen, die sich von diesen Aussagen distanzieren und sagen, dass dieser Virus eine neue Art sei, die gefährlicher ist als die schon bekannten Coronaviren. Viele glauben auch, dass alles was in Italien passiert Propaganda und fake News sei. (…) Es gibt sehr viele verschiedene Meinungen und sehr viele Falschmeldungen. Man weiß nicht wem man glauben, wem man vertrauen soll und wem nicht. (Melih 6b)

Den heutigen Tag widme ich der lateinischen Sprache, denn ich versuche den ganzen Tag mehrere Texte unseres Arbeitsauftrags zu übersetzen. Scheitere jedoch an mehreren schweren Stellen kläglich, also beschließe ich noch ein wenig nach draußen zu gehen. Nach meiner kleinen Runde im Wald bemerke ich, dass wenigstens schon fast zwei Wochen vorbei sind! Doch ich befürchte, dass wir noch länger in totaler und sozialer Isolation leben werden müssen und es gibt so einige Leute, die ich mittlerweile ziemlich stark vermisse, denn auch wenn man heutzutage über Social Media kommunizieren kann, ist das kein Vergleich zu einer festen Umarmung und einem Gespräch von Mensch zu Mensch. (Teresa 8a)

„Es kann sein, dass ihr dieses Schuljahr gar nicht mehr in die Schule gehen könnt“. Diesen Satz habe ich die letzten 3 Tage immer wieder gehört. Und ganz ehrlich? Ich will sowas gar nicht hören! Ich will nicht hören, dass wir das ganze Schuljahr via„Teams“ durchstehen müssen. Ich will nicht hören, dass ich meine Klasse nicht mehr sehe und ich will auch nicht hören, dass die Ausgangssperre nicht aufgehoben wird. Unser Leben hat sich komplett verändert! Das nur zu Hause sitzen wird langsam schon zur Normalität und soziale Kontakte kann man nur noch über Social Media pflegen. Niemand will mehr dieses Leben führen. Keine Teenager, keine Eltern aber auch keine Senioren. Wann kehrt endlich wieder die Normalität ein? Wann kann ich wieder ohne Bedenken nach draußen gehen? Wann kann ich wieder einkaufen gehen? Wann kann ich meine Großeltern wieder sehen ohne Angst haben zu müssen, dass ich irgendein Virus mitbringe? Wann wird alles endlich wieder so wie vor 2 Wochen? (Anna-Lena 6b)

Heute ist der 27.03.2020 und hiermit endet die zweite Woche Online Unterricht. Ich bin heilfroh, dass jetzt Wochenende ist und ich mir eine kleine Pause gönnen kann. Es gibt mittlerweile um die 7000 Infizierte und mehrere Tode. Es haben sich auch Politiker und Prominente infiziert, wie Boris Johnson oder Prince Charles. Für die einen ist es eine britische Tragödie, für mich sind es 2 weitere Infizierte. Also ich habe die erste Staffel Brooklyn 99 durch und ich bin hingerissen. Die Qualität verliert nicht ihren Glanz sondern nimmt sogar zu! Eine legendäre Show! Und ab 3. April kommt „Haus des Geldes“ Staffel 4 raus. Also gibt es noch Hoffnung am Horizont. Neben Netflix verfolge ich meine üblichen Hobbys und genieße die Stille in meinem Garten. Der wenige Verkehr ist echt ein Segen. Morgen entspanne ich mich etwas und genieße den Tag ohne lästige Aufgaben. Ein Genuss. Ich weiß jetzt auch, was mein Thema für den Redewettbewerb wird, nämlich die Pandemie und wie Menschen damit umgehen. Ein schönes Wochenende! (Muhammad 6b)

Zusammengefasst von Gabi Seeger

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