Coronavirus-Pandemie

Kurzarbeit in rund 50 voestalpine-Gesellschaften

Oberösterreich
23.03.2020 19:12

Weil die Nachfrage aus der Automobil-, Luftfahrt-, Maschinenbau- sowie Öl- und Gas-Industrie in den letzten Tagen eingebrochen ist, zieht die voestalpine nun die Reißleine. Der von Linz aus agierende Konzern wird in rund 50 Konzerngesellschaften in Europa Kurzarbeit anmelden. So will man flexibel bleiben und die Arbeitsplätze im Unternehmen, so gut wie es in dieser schwierigen Lage möglich ist, absichern.

Die Turbulenzen in der globalen Wirtschaft, ausgelöst durch die Coronavirus-Pandemie, treffen nun auch die voestalpine mit voller Wucht: Nachdem die Nachfrage aus den wichtigsten Branchen, wie etwa der Automobil- und Luftfahrt-Industrie, in den letzten Tagen eingebrochen ist, gab der von Linz aus agierende Konzern am Montagabend bekannt, dass man in rund 50 europäischen Gesellschaften Kurzarbeit anmelden wird.

(Bild: APA/Barbara Gindl)

„Werden um jeden einzelnen Arbeitsplatz kämpfen“
„Wir werden in den nächsten Monaten um jeden einzelnen Arbeitsplatz hart kämpfen“, kündigte Vorstandschef Herbert Eibensteiner an. Wie die nächsten Wochen und Monate sich aber gestalten werden, ist auch für ihn derzeit nicht abschätzbar. Fakt ist: Einige voestalpine-Werke stehen bereits still - etwa in Frankreich, Italien, Peru, Brasilien oder den USA. Auch in Linz wird ein kleiner Hochofen im Zuge der Maßnahmen stillgelegt.

Derzeit keine Kündigungen geplant
Wie viele MItarbeiter genau von der Kurzarbeit betroffen sind, ist derzeit noch nicht klar, hieß es am Sonntag. „Mit der breitflächigen Anmeldung zur Kurzarbeit in Europa verfolgen wir das klare Ziel, unsere hochqualifizierten Mitarbeiter im Konzern zu halten. Das neue Kurzarbeitsmodell der österreichischen Regierung ist dafür eine gute und sinnvolle Maßnahme", so Eibensteiner. In Deutschland, Belgien oder Frankreich wurde ebenfalls Kurzarbeit angemeldet. Betriebsbedingte Kündigungen sind aus heutiger Sicht in Österreich nicht geplant. Leasingmitarbeiter werden weiter reduziert, der Abbau von Überstunden und Urlaub wird weiter forciert.

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