11.03.2020 18:00 |

Auf engstem Raum

Coronavirus: Sollen wir die Öffis meiden?

In den Öffis ist es kuschelig - doch seit das Coronavirus in Österreich umgeht, bekommen die Wiener auch in der U-Bahn plötzlich wieder einen Sitzplatz. Der Grund ist klar: viele Personen auf engstem Raum, dazu die Haltegriffe und die Druckknöpfe. Die Türen gehen jetzt zwar bei vielen Fahrzeugen automatisch auf - die „Krone“ hat längst darüber berichtet -, aber das mulmige Gefühl bleibt. Und nun? Sollen wir die Öffis meiden oder nicht?

Dazu gibt es mehrere Wortmeldungen. SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner sieht es so: „Wenn es möglich ist, sind öffentliche Verkehrsmittel zu den Stoßzeiten und Menschenansammlungen zu meiden.“ Und wie sieht das Gesundheitsminister Rudolf Anschober von den Grünen?

„Stoßzeiten vermeiden“
Er selbst wird weiterhin mit den Öffis unterwegs sein, wie er sagt. Zusatz: „Ich werde vielleicht ein bisschen dort umstellen, wo ich mehr zu Fuß gehen kann. Das ist eine Alternative, die auch mir gut tut.“ Besonders gefährdete Gruppen, etwa Personen, die älter als 70 Jahre alt sind oder an starkem Diabetes oder Herzkreislauferkrankungen leiden, sollen „die Stoßzeiten vermeiden und sich Phasen suchen, wo es nicht so dicht und so eng ist in der U-Bahn“, erklärt der Minister.

Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) hofft auf die Disziplin der Wiener: „Wenn alle, die mögliche Symptome spüren, zu Hause bleiben, sollen Öffi-Fahrten kein Problem darstellen.“ Ein weitere Faktor: Nachdem immer mehr Wiener von zu Hause aus arbeiten können, sind automatisch weniger Personen im öffentlichen Verkehrsnetz unterwegs. Dazu kommen die Schließungen der Universitäten, Schulen und die Absage von vielen Veranstaltungen.

Straßenbahnen mit Fahrerkabinen
Auf den Betrieb der Graz Linien und somit den öffentlichen Verkehr in Graz seien aus aktueller Sicht keine spürbaren Einschränkungen zu verzeichnen. Um das Infektionsrisiko in Straßenbahnen und Bussen zu senken, öffnet das Fahrpersonal ab Donnerstag die Türen der Busse und Niederflurstraßenbahnen im Haltebereich, ohne dass die Fahrgäste die dafür notwendige Taste drücken müssen. Allerdings ist das bei Straßenbahnen älterer Generation nicht möglich. Weiters werden nach Möglichkeit nur Straßenbahnen mit Fahrerkabinen eingesetzt.

Michael Pommer, Kronen Zeitung

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