27.02.2020 12:21 |

Temperaturrekorde

Es war der zweitwärmste Winter der Messgeschichte

Es grünt so grün, als hätte es niemals Frost gegeben! Und in der Wachau (Niederösterreich) blühen schon die Mandelbäume. Tatsächlich zeichnet sich der zweitwärmste Winter seit Messbeginn vor 253 Jahren ab. Der „Hitzerekord“ der Saison von 2006/2007 dürfte allerdings nicht gebrochen werden.

Der bisherige Winter liegt um 2,7 Grad Celsius über dem vieljährigen Mittel. Und auch die Schneemengen im Großteil Österreichs müssen als deutlich unterdurchschnittlich bezeichnet werden. „Es war extrem mild“, so Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Dem Ubimet-Experten Nikolas Zimmermann wiederum wird die kalte Jahreszeit vor 14 respektive 15 Jahren in Erinnerung bleiben. Denn damals war der Frühling im Winter noch mehr zu spüren. Mit 3,4 Grad über dem Durchschnitt wurden damals Allzeit-Rekorde gebrochen.

Auch auf den Bergen viel zu warm
Was den Klimawandel-Mahnern noch zu bedenken gibt: Auch auf den Bergen war es viel zu warm. So hatte es am 17. Februar am Sonnblick, in 3106 Meter Seehöhe, plus 3,9 Grad. Das war die höchste Temperatur in diesem Monat seit Beginn der Messungen am Sonnblick im Jahr 1886. Zum Vergleich: An einem durchschnittlichen Tag im Februar beträgt das Tagesmaximum der Lufttemperatur dort minus neun Grad. Das große Frieren fand auch in Salzburg und Innsbruck nicht statt. Dort wurde bisher kein einziger Eistag gemessen.

Wie berichtet, stehen am Donnerstag allerdings noch alle Zeichen auf Sturm - und Schneefall. Denn Sturmtief „Bianca“ nähert sich Österreich vom Westen her. Ab den Abendstunden können gebietsweise Böen von bis zu 110 km/h erreicht werden, auch Schneeschauer werden prognostiziert - mancherorts gilt die höchste Warnstufe.

Mark Perry, Kronen Zeitung/krone.at

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