26.02.2020 07:41 |

Aschermittwoch

Fastenzeit ist ein Balsam für Körper und Seele

Nach dem lauten Fasching wird es jetzt bedeutend ruhiger. Heute, am Aschermittwoch, beginnt die Fastenzeit. Viele verzichten in diesen 40 Tagen bis Ostern auf Fleisch und Alkohol. Dabei werden nicht nur Seele und Geist gereinigt, sondern auch der Körper. Eine Variante für den Arbeitsalltag ist das Intervallfasten.

Die Fastenzeit gilt im Christentum als Bußzeit, als spirituelle Vorbereitung auf Ostern, das größte Kirchenfest im Jahr. Sie dauert genau 40 Tage. „Diese Zahl wird in der Heiligen Schrift sehr oft genannt wird. Auch Jesus hat vor seinen ersten öffentlichen Auftritten 40 Tage lang gefastet“, erklärt Klaus Einspieler, Diözesanreferent für Bibel und Liturgie. 40 Tage hat die Sintflut gedauert, 40 Tage wanderte Elija zum Gottesberg - und 40 Jahre hat die Wüstenwanderung ins gelobte Land Israel gedauert.

Beim Fasten geht es ums In-sich-gehen
Einspieler: „Beim Fasten geht es darum, dass der Mensch in sich blickt, dass er sich selbst auf seine Weise erforscht und mit dem In-sich-gehen auch innerlich reinigt.“ Also dass ein Prozess für Seele und Geist in Gang gesetzt wird, der eine innerliche Veränderung, einen Neubeginn zum Ziel habe. Einspieler: „Es geht ums ganzheitliche Fasten mit Leib und Seele.“ Die Sonntage werden bei der Zählung der 40 Tage übrigens nicht berücksichtigt.

Viele nehmen die Fastenzeit zum Anlass, um zum Beispiel auf den Konsum von Alkohol und Fleisch zu verzichten. Ständiges Fasten ist aber vor allem für Berufstätige mit dem Arbeitsalltag nicht vereinbar.

Intervallfasten als Alternative für Berufstätige
Erfahrene Mediziner raten deshalb, lieber das Intervallfasten zu versuchen. „Man ist allein durch diese Art des Fastens schon wesentlich besser drauf. Der Fettstoffwechsel wird angekurbelt, die Verbrennung von Fetten bewirkt eine positive Stimulierung im Gehirn“, erklärt der bekannte Mediziner und Ernährungsexperte Georg Lexer.

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Beim Intervallfasten sollte man auf das Frühstück nicht verzichten. Wenn man am Abend nichts mehr isst, schläft man besser ein und wacht mit einem Bärenhunger auf.

Dr. Georg Lexer, Mediziner und Ernährungsexperte vom Peintnerhof im Lesachtal

So funktioniert Intervallfasten
Es reiche schon ein- bis zweimal pro Woche aus, nach dem Mittagessen nichts mehr zu essen. „Auch das Freitagfasten ist für eine Arbeitswoche sehr sinnvoll. Ordentlich frühstücken, dann zu Mittag essen, um 14 Uhr vielleicht noch einen Kaffee - und dann bis zum nächsten Frühstück nur noch Wasser und Tee trinken. Mit einer Wanderung über Stock und Stein wird die Fettverbrennung noch besser angefacht“, rät der Mediziner. Lexer ist davon überzeugt, dass Intervallfasten und natürlich gesunde Ernährung die beste Vorbeugung gegen Krebs und sämtliche Zivilisationskrankheiten seien.

Claudia Fischer
Claudia Fischer
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