26.02.2020 07:05 |

Regierungssitzung

Coronavirus: Im Fall der Fälle „wird abgeriegelt“

Panikmache oder ernste Gefahr? Sie ahnen bereits, was kommt. Auch die Kärntner Landesregierung stand Dienstag ganz im Zeichen des Virus Covid-19 vulgo Corona.

Landeshauptmann Peter Kaiser und Gesundheitsreferentin Beate Prettner, aber auch Landesrat Martin Gruber betonten danach, man sei vorbereitet, es gebe enge Absprachen und tägliche Telefonkonferenzen mit den wichtigsten Stellen im Bund und mit den Zuständigen in Friaul. Kurzum in einem Satz: Man habe die Sache mehr oder weniger im Griff. „Ohne Angst, aber mit Vernunft und Hausverstand“, wolle man die Angelegenheit angehen.

Coronavirus: Es wird abgeriegelt
Nur: Was die Bevölkerung wirklich interessiert, ist der Fall der Fälle. Oder besser: Was danach passiert. Wenn im Dorf, in der Gemeinde, in der Stadt ein bestätigter Corona-Krankheitsfall auftritt... Wird dann dieses Dorf, wird diese Gemeinde, diese Stadt komplett abgeriegelt, unter Quarantäne gestellt, so wie in Italien? Erst nach mehrmaligem Nachfragen kommt die Antwort von Gesundheitsreferentin Prettner: „Ja, dann wird abgeriegelt.“

Kaiser und Prettner sind schon auf der Suche nach Quarantänestationen, die sich unter Umständen in Kasernen aufbauen ließen. Ist das alles nicht maßlos übertrieben, eine Hysterie ohne Grund? Kaiser: „Es wird einfach alles versucht, damit sich das Virus nicht als zweite Form der Grippe weltweit manifestiert und dann nicht mehr völlig beseitigt werden kann.“

Sind Corona-Maßnahmen Übertriebene Panikmache?
Die Opposition ist wenig überraschend unzufrieden mit dem Virus-Krisenmanagement. Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer: „Ich halte nichts von übertriebener Panikmache und Verunsicherung der Bevölkerung. Angst verbreitet sich schneller als das Virus.“ FP-Obmann Gernot Darmann: „Diese politischen Nebelgranaten lassen jegliche Professionalität im Krisenmanagement vermissen.“

Fritz Kimeswenger
Fritz Kimeswenger
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