Ohne Notfallausrüstung

Skischulgruppe in Bergnot war schlecht ausgerüstet

Nach dem Großeinsatz am Krippenstein, bei dem am Donnerstag eine 13-köpfige Skischulgruppe der NMS Neuhofen an der Krems aus steilem, felsigen Gelände geborgen werden musste, kritisieren Einsatzkräfte die für die Verhältnisse äußerst mangelhafte Notfallausrüstung des Lehrers und der zwölf Schüler. „Die Gruppe hatte weder ein Lawinenverschüttetensuchgerät noch die für den freien Skiraum erforderliche Notfallausrüstung dabei“, sagt Florian Höll, Einsatzleiter der Bergrettung Obertraun. Es gab keine Lawinenschaufel, keine Sonde und keinen Lawinenrucksack, bestätigt auch die Alpinpolizei.

Der Lehrer war bei Lawinenwarnstufe 3 mit zwölf Schülern in gefährlich-steiles Felsgelände geraten, wo sie nicht mehr weiterkonnten. „Den Schülern war sehr kalt, wir haben sie mit Wärmewesten, Aludecken und Biwaksäcken versorgt. Wir haben ihnen zum Schutz vor dem Wind auch noch eine Schneehöhle gebaut“, so Höll.

20-Meter-Tau
Sieben Kinder musste die Flugrettung mit einem 20-Meter-Tau bergen. Zwei Leichtverletzte - ein 13-jähriger Bub und ein zwölfjähriges Mädchen - wurden ins Spital geflogen. Die drei übrigen und der Lehrer wurden von Bergrettern in Sicherheit gebracht.

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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Sonntag, 20. September 2020
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