04.02.2020 14:57 |

Warten auf Ergebnis

US-Vorwahlen: Nach Iowa ist vor New Hampshire

Noch bevor das endgültige Ergebnis der Vorwahlen in Iowa vorliegt, haben einige demokratische US-Präsidentschaftsbewerber bereits den Ort der nächsten Abstimmung, den Bundesstaat New Hampshire, erreicht. Unter ihnen ist auch Joe Biden, der sich „großartig“ fühle, und seine Mitbewerberin Amy Klobuchar, die von einem „hervorragenden Abend“ sprach. Mittlerweile erklärte sich auch der 38-jährige Pete Buttigieg zum Sieger, obwohl noch immer keine offiziellen Zahlen bekannt gegeben wurden. US-Präsident Donald Trump bezeichnete die demokratischen Probleme bei der Auszählung unterdessen als „absolute Katastrophe“.

Buttigieg veröffentlichte, wie zuvor Bernie Sanders, eigene Zahlen zu den Iowa-Vorwahlen, die ihn zum Sieger erklärten. In einer Videobotschaft auf Twitter sagte der ehemalige Bürgermeister von South Bend in Indiana: „Eine unglaubliche Nacht mit einem unglaublichen Ergebnis. Wir fahren jetzt siegreich nach New Hampshire und müssen uns für die nächste Phase aufstellen.“

Vorwahlen in New Hampshire am 11. Februar
Die Mitbewerberin Amy Klobuchar traf Dienstagfrüh in New Hampshire ein und wurde dort von einigen begeisterten Unterstützern in Empfang genommen. „Wir hatten gerade einen hervorragenden Abend in Iowa.“ Zwar sei das Ergebnis noch nicht bekannt, aber sie wisse, dass sie gut abgeschnitten habe, sagte die Senatorin aus Minnesota. In New Hampshire findet am kommenden Dienstag die zweite Vorwahl nach Iowa statt.

Der ebenfalls kandidierende Unternehmer Andrew Yang landete bereits in New Hampshire und gab der Trump-Administration die Schuld für die Panne in Iowa: „Es wäre hilfreich, einen Präsidenten und eine Regierung zu haben, die etwas von Technologie versteht, damit so etwas nicht passiert.“

Demokratische Vorwahlen im Chaos versunken
Die erste Vorwahl der Demokraten war in der Nacht auf Dienstag im Chaos versunken. Die Partei sah sich nach der ersten Abstimmung in Iowa nicht in der Lage, Ergebnisse zu veröffentlichen. Iowas demokratischer Parteichef Troy Price sagte noch in der Nacht auf Dienstag, die Ergebnisse würden „später am Tag“ bekannt gegeben. Die Verzögerung habe in erster Linie mit „Qualitätskontrollen“ zu tun und nicht mit einem Hackerangriff, wie ebenfalls spekuliert wurde.

Trump nutzt Demokraten-Panne als Steilvorlage
US-Medien berichteten von einer App zur Erfassung der Wahlergebnisse, die Probleme bereite. Präsident Trump bezeichnete den demokratischen „Caucus“, wie die Vorwahlen in den USA genannt werden, als „absolute Katastrophe“: „Nichts funktioniert, so wie sie das Land regiert haben.“ Er selbst gewann die republikanische Vorwahl mit mehr als 97 Prozent der Stimmen. Der zweitplatzierte Bill Welsh, ehemaliger Gouverneur von Massachusetts, kam auf gerade einmal 1,3 Prozent.

In der Vergangenheit hatten allerdings auch die Republikaner so ihre Probleme bei der Stimmenauszählung in Iowa. Bei den republikanischen Vorwahlen 2012 war Mitt Romney am Wahlabend auf Platz eins gereiht worden, ehe die Partei zwei Wochen später Rick Santorum mit gerade einmal 34 Stimmen Vorsprung zum Sieger erklärte.

Martin Grob
Martin Grob
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