22.01.2020 13:31 |

18-Jähriger verurteilt

Fanklub-Leiter getötet: Elf Jahre Haft, Einweisung

Nach etwa einstündiger Beratung der Geschworenen ist ein 18-Jähriger am Mittwoch am Wiener Landesgericht rechtskräftig wegen Mordes zu elf Jahren Haft sowie Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher verurteilt worden. Der damals noch 17-Jährige hatte im August 2019 in Wien-Simmering einen Fanklub-Leiter der Wiener Austria erschlagen.

Zwischen dem Burschen und dem 57-Jährigen war es zuvor zu einvernehmlichen sexuellen Handlungen gekommen. Danach hatte sich der 17-Jährige angeblich vor sich selbst geekelt und mit einem Schirmständer und einem Hammer auf sein Opfer eingeschlagen.

Tatort war das Wochenendhaus der Eltern des Burschen in Simmering. Er stellte sich selbst der Polizei.

„Ich kann mir noch immer nicht erklären, warum ich damals nicht anders handeln konnte“, sagte der Beschuldigte, der nach eigenen Angaben manchmal derartige Wutanfälle bekommt, dass er „völlig auszuckt“. So auch ein Jahr vor der Tat, als er einer Schildkröte mit einem Schraubenzieher den Panzer durchstieß. In seinem Schlusswort wandte sich der Täter an die Familie des Opfers, um sich bei ihnen zu entschuldigen: „Ich bereue es seither jeden Tag.“

Schwere Persönlichkeitsstörung
Ein psychiatrisches Gutachten bescheinigte dem jungen Mann nun zwar Zurechnungsfähigkeit, aber auch eine schwere Persönlichkeitsstörung, die weitere Gewalttaten befürchten lasse, weshalb dieser in einer Anstalt entsprechend therapiert werden müsse. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

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