26.11.2019 16:36 |

Kein blaues Comeback

Hofer rechnet mit baldigem FPÖ-Ausschluss Straches

Heinz-Christian Strache will zurück in die Politik - sein Nachfolger an der Spitze der FPÖ, Norbert Hofer, sieht für den Ex-Parteichef allerdings keine blaue Zukunft. „Eine Rückkehr in die FPÖ wird nicht möglich sein“, sagte Hofer im Gespräch mit einer Tageszeitung zum „Angebot“ Straches, die Wiener Partei zu übernehmen. Auch rechnet der freiheitliche Parteichef mit einem baldigen Parteiausschluss des Ex-Vizekanzlers.

Der Parteiausschluss sei zwar „eine Entscheidung der Wiener FPÖ. Aber nach allem, was passiert ist, glaube ich, dass sich die Wiener für einen Ausschluss entscheiden. Das wird nicht mehr allzu lange dauern“, so Hofer gegenüber den „Salzburger Nachrichten“.

Gefragt, warum nicht er den Ausschluss veranlasst, sagte Hofer einmal mehr, er habe von seinem Durchgriffsrecht ja bereits Gebrauch gemacht: „Das war die Suspendierung. Aber den Ausschluss kann bei einfachen Mitgliedern nur der Landesverband vornehmen“, betonte er zum wiederholten Mal. „Nur bei einem Mitglied der Bundesparteileitung kann ich direkt auf die Mitgliedschaft zugreifen.“

Auch Kickl dezidiert gegen Polit-Rückkehr von Strache
Zuvor hatte sich bereits FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl dezidiert gegen eine Rückkehr von Strache - der indessen mit einem Treffen mit Milliardär Frank Stronach für Spekulationen sorgte - in eine Führungsposition in der FPÖ ausgesprochen. Sollte Strache gemeinsame Sache mit Frank Stronach machen, werde er „Schiffbruch erleiden“, ist Kickl überzeugt.

Strache hatte die Wiener FPÖ zuletzt aufgefordert, ihn beim 2020 geplanten Parteitag antreten zu lassen, was von der Partei aber abgelehnt wurde. Seine Parteimitgliedschaft hatte die FPÖ Anfang Oktober suspendiert, nachdem Vorwürfe über angeblich missbräuchlich abgerechnete Spesen publik geworden waren.

Wegen seines Liebäugelns mit einer Kandidatur bei der Wiener Landtagswahl und weil die SMS-Protokolle Straches in der Casinos-Affäre die FPÖ weiter belasten, steht mittlerweile auch der Parteiausschluss im Raum. Es werde „nicht mehr allzu lange dauern“, bis die Wiener Partei sich für den Ausschluss entscheide, sagte Hofer in einem Interview mit den „Salzburger Nachrichten“.

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