25.11.2019 11:44 |

Schock in Südkorea

Zweiter mysteriöser Tod einer K-Pop-Sängerin

Zum zweiten Mal innerhalb nur weniger Wochen hat der Tod einer jungen südkoreanischen Sängerin die K-Pop-Szene erschüttert. Nach dem Tod der Sängerin Sulli im Oktober wurde jetzt auch die 28-jährige Goo Hara, die durch ihre Mitgliedschaft bei der Girlband Kara zum Star geworden war, tot in ihrer Wohnung in Seoul aufgefunden, wie südkoreanische Zeitungen am Montag berichteten.

Goo Hara wurde am Sonntag von einer Haushälterin tot aufgefunden. Die Polizei schloss demnach Suizid nicht aus. Den Berichten zufolge war Goo Hara mit Sulli von der Girlband f(x) befreundet. Sullis Leiche war Mitte Oktober in ihrer Wohnung gefunden worden. Auch in diesem Fall ging die Polizei von Suizid aus.

Flut an Hasskommentaren wegen Einsatz für Frauenrechte
Sulli, die unter einer „ernsthaften Depression“ litt, war bekannt für ihre offenen Worte und ihren Einsatz für Frauenrechte. Als Konsequenz erntete sie im Internet immer wieder Hasskommentare. Die 26-Jährige sei „wie eine Schwester“ für sie gewesen, sagte Goo Hara nach Sullis Tod. Ob die Leiche von Goo Hara obduziert werde, sei noch nicht entschieden, sagte ein Ermittler der Seouler Polizei laut „The Korea Times“ bei einer Pressekonferenz am Montag. Die Untersuchungen würden zwar fortgesetzt, doch schließe die Polizei ein Fremdverschulden praktisch aus.

Goo Hara hatte 2008 ihr Debüt bei der auch in anderen asiatischen Ländern außer Südkorea populären Gruppe Kara gegeben. Die Band löste sich 2016 auf. Goo Hara arbeitete auch als Solosängerin und trat in Filmen und Fernsehshows auf. Die Sängerin war im vergangenen Jahr wegen eines öffentlich gewordenen Streits mit einem früheren Freund in die Negativschlagzeilen geraten.

Ex-Freund von Sängerin wegen Gewalt und Erpressung verurteilt
Goo Hara beschuldigte den Freund, sie erpressen zu wollen, indem er gedroht habe, ein Sexvideo mit ihr zu veröffentlichen. Der Mann wurde schließlich im August wegen gewalttätiger Übergriffe gegen die Sängerin und des Erpressungsversuchs zu einer bedingten Haftstrafe verurteilt. Im Mai dieses Jahres hatte sie sich bei ihren Fans entschuldigt, nachdem sie bewusstlos in ihrer Wohnung gefunden worden war. Der Zwischenfall hatte starke Besorgnis bei ihren Anhängern ausgelöst.

Noch am Freitag hatte sich Goo Hara in einem Instagram-Posting an ihre Fans gewandt. Zu einem Foto, das sie in ihrem Bett zeigt, schrieb sie „Gute Nacht“. Zahlreiche Fans bekundeten ihre Trauer unter dem Eintrag.

Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person von Suizid-Gedanken betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Telefon-Seelsorge unter der Telefonnummer 142. Weitere Krisentelefone und Notrufnummern finden Sie HIER.

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