16.11.2019 08:36 |

Nachbarn unter Schock

Mitschüler getötet: Schütze (16) starb im Spital

An seinem 16. Geburtstag hatte er an seiner Highschool im kalifornischen Santa Clarita ein Blutbad angerichtet: Er tötete zwei Mitschüler und richtete die Waffe danach gegen sich selbst. Einen Tag später erlag Nathaniel Berhow im Krankenhaus seinen Verletzungen. Nachbarn, die Familie und Freunde können sich nicht erklärten, was den 16-Jährigen zu so einer Tat getrieben haben könnte. „Er wurde wirklich geliebt“, sagt einer, der ihn seit seiner Geburt kannte (siehe auch Video oben).

Am Donnerstag um 7.38 Uhr war Berhow mit Jeans, schwarzem T-Shirt und schwarzem Basecap seelenruhig in den Pausenhof der Saugus High School in Santa Clarita marschiert. Die Überwachungskamera der Schule zeichnete auf, wie der Elftklässler dann einen Revolver aus seinem Rucksack zog und insgesamt sechs Mal schoss. Die Kugeln trafen eine 16-Jährige und einen 14-Jährigen tödlich. Zwei weitere Mitschülerinnen im Alter von 14 und 15 Jahren sowie ein 14-jähriger Mitschüler wurden verletzt.

Schützen zunächst für eines der Opfer gehalten
Die letzte Kugel hatte Berhow für sich aufgehoben. Er setzte sich den Lauf an die Schläfe und drückte ab. Die Polizei, die nur zwei Minuten nach der Alarmierung auf den Schulhof eintraf, glaubte zuerst, dass Berhow eines der Opfer sei. Er wurde schwer verletzt mit den anderen fünf Opfern in die umliegenden Krankenhäuser gebracht. Erst durch Zeugenbefragungen stellte sich heraus, dass der 16-Jährige die fatalen Schüsse abgegeben hatte.

Nachbar: „Er hatte Menschen um sich, die ihn wirklich liebten“
Was Berhow ausgerechnet an seinem Geburtstag dazu gebracht hatte, seine Mitschüler anzugreifen, kann sich keiner erklären. Der Teenager galt als ruhig und schüchtern und als alles andere als gewaltbereit. Auch die Nachbarn können immer noch nicht fassen, dass der Bursche zu so etwas fähig war. Jared Axen sagte: „Ich habe ihm das Schachspielen beigebracht, als er in der Mittelstufe war. Ich kenne ihn sein ganzes Leben lang. Ich erinnere mich, dass ich ihn gehalten habe, als er noch ein Baby war.“ Er habe ihn „irgendwie als einen jüngeren Bruder“ angesehen.

Nathaniels Familie bezeichnete er als „gute Menschen“. Der 16-Jährige habe „in seinem Leben Menschen um sich gehabt, die ihn wirklich liebten. Ich glaube, das hat er vergessen.“

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