12.11.2019 11:13 |

Paarung nun fix

Zweites Cockpit: Red Bull hat sich entschieden!

Red Bull Racing setzt auch in der kommenden Formel-1-Saison auf den Thailänder Alex Albon als zweiten Fahrer neben Max Verstappen. Das gab der österreichisch-englische Rennstall am Dienstag bekannt. Albon, davor beim Zweitteam Toro Rosso tätig, hatte in der Sommerpause den glücklosen Franzosen Pierre Gasly abgelöst und danach konstant gute Leistungen geboten.

Gasly darf 2020 an der Seite des Russen Daniil Kwjat bei Toro Rosso weiterfahren. Das bestätigten die Italiener in einer eigenen Mitteilung.

Nur noch ein F1-Cockpit für kommende Saison offen
Damit ist von allen zehn Teams für die kommende Saison nur noch ein Cockpit offen, jenes von Williams neben dem Briten George Russell. Dieses dürfte an den bisherigen kanadischen Ersatzfahrer Nicholas Latifi gehen.

Albon ist bereits zwei Schritte weiter. Der 23-Jährige fuhr in den bisherigen sieben Rennen seit seiner Beförderung zu Red Bull immer unter die Top sechs. Auf seinen ersten Podestrang muss der in London geborene thailändisch-britische Doppelstaatsbürger, der erst in dieser Saison in der Königsklasse debütiert hat, nach einem vierten, vier fünften und zwei sechsten Plätzen allerdings noch warten.

„Extrem gute Leistungen“
„Alex hat seit seinem Debüt für das Team in Belgien extrem gute Leistungen gebracht“, meinte Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Albon verfüge über einiges Potenzial, das noch auszuschöpfen sei. „Es ist extrem hart, so ein Level an Konstanz zurückzuweisen, und in Kombination mit einem wachsenden Ruf als hartnäckiger, kämpferisch engagierter Rennfahrer, hat Alex bewiesen, dass er es völlig verdient.“

Ähnlich äußerte sich Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost über Gasly und Kwjat. Beide würden das Potenzial des Autos ausschöpfen und wertvolles Feedback geben. „Dieses junge, aber erfahrene Duo, kombiniert mit einem hoffentlich konkurrenzfähigen Auto, werden die besten Faktoren sein, um 2020 eine sehr erfolgreiche Saison zu haben“, sagte der Tiroler.

Am Sonntag steht in Brasilien das vorletzte Saisonrennen auf dem Programm. Toro Rosso kämpft in der Konstrukteurs-WM noch um Rang sechs. Auf diesen hat sich Albon in der Fahrerwertung bereits geschoben. Sein Teamkollege Verstappen ist Vierter.

Verstappen: Angriff auf Hamiltons Vormachtstellung
In der kommenden Saison will Verstappen die Vormachtstellung von Sechsfach-Weltmeister Lewis Hamilton im Mercedes zumindest angreifen. „Es wird ein wenig langweilig, Lewis siegen zu sehen, also müssen wir versuchen, das zu ändern“, erklärte der Niederländer am Montag bei einem Sponsoren-Event. „Ich denke, es ist gut für den Sport, dass die jungen Burschen jetzt hinaufkommen und hoffentlich bald übernehmen.“

Die jungen Burschen - damit meint der 22-Jährige vor allem sich selbst und den gleichaltrigen Monegassen Charles Leclerc, der in seiner ersten Ferrari-Saison als aktueller WM-Dritter überzeugt. Beide Youngsters haben zwei Saisonsiege stehen. Ansonsten gelang nur dem deutschen Ex-Weltmeister Sebastian Vettel ein Erfolg in einem Nicht-Mercedes.

Hamilton wird im Jänner 35 Jahre alt. Weil die revolutionären Reglementänderungen in der Königsklasse aber erst 2021 schlagend werden, darf sich der Engländer berechtigte Chancen ausrechnen, im kommenden Jahr die Rekordmarken von Michael Schumacher (7 WM-Titel, 91 Rennsiege) einzustellen.

„Hängt von Team ab, nicht von Lewis“
„Es wird an seinem Team liegen, um ehrlich zu sein. Es wird nicht von Lewis abhängen“, meinte Verstappen. „Wenn Mercedes weiterhin wirklich dominante Autos baut, dann wird er sicherlich gewinnen. Wir müssen also als Team sicherstellen, dass wir sie schlagen können.“ Dazu soll auch Albon beitragen.

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