06.11.2019 08:48 |

Stundenlang gespielt

17-jähriger Gamer tot vor PC zusammengebrochen

Die Ferien spielend vor dem Computer zu verbringen - was für viele Jugendliche nach einem Traum klingt, hat für einen 17-jährigen Schüler aus Thailand tödlich geendet: Er starb nach stundenlangen Gaming-Marathons vor seinem PC. Seine Eltern warnen jetzt vor den Folgen der Computerspielsucht.

Wie die britische „Daily Mail“ berichtet, war der 17-Jährige aus Udon Thani im Nordosten Thailands am Montagnachmittag leblos in seinem Zimmer aufgefunden worden. Ein Bild zeigt den Jugendlichen zusammengebrochen am Boden vor einem PC-Gehäuse kauernd, hinter ihm der leere Sessel, auf dem er kurz zuvor noch gesessen haben dürfte.

„Wach auf, wach auf!“
„Ich rief seinen Namen und sagte ‚Wach auf, wach auf!‘, aber er antwortete nicht. Ich konnte sehen, dass er tot war“, schilderte der Vater des Teenagers. Medizinern zufolge dürfte der 17-Jährige einen Schlaganfall erlitten haben - vermutlich verursacht durch das stundenlange Computerspielen auch während der Nacht.

Seinen Eltern zufolge hatte der Schüler seine Ferien mit dem Spielen von Multiplayer-Games vor dem PC verbracht. Nachts habe er nur die Vorhänge zugezogen, um sich dann weiter auf das Spielen konzentrieren zu können. Sie hätten Essen in sein Zimmer gebracht und ihn gedrängt, aufzuhören, aber er habe sich geweigert, hieß es.

Warnung für andere Eltern
Um anderen Eltern ein ähnliches Schicksal zu ersparen, warnt der Vater nun vor den Gefahren der Spielsucht: „Ich möchte, dass der Tod meines Sohnes ein Vorbild und eine Warnung für Eltern ist, deren Kinder Spielsüchtige sind. Sie müssen strenger bei den Spielzeiten ihrer Kinder sein, sonst könnten diese wie mein Sohn enden.“

Dieser hatte ihm versprochen, künftig weniger zu spielen, „aber es war zu spät“, wird der Vater zitiert. „Er starb, bevor er die Chance hatte, sich zu ändern.“

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