24.10.2019 06:00 |

Zwillinge als Opfer

Österreicherin in US-Missbrauchsfall verwickelt

Ein abgelegenes Haus, hohe Zäune, Wald. Vieles erinnert in den Sümpfen rund um Tallahassee im US-Bundesstaat Florida an die „Ruinerwold-Sekte“. Ein Paar - die Frau stammt offenbar aus Österreich - soll sich dort intensiv auf den Weltuntergang vorbereitet haben. Während der Vater mutmaßlich jahrelang seine zwei Adoptivtöchter missbrauchte, soll seine Frau nur zugesehen haben.

Bereits im Juli wurden Regina C. und ihr Mann Mirko - beide stammen aus Europa - verhaftet. Zuvor war eine ihrer im Kindesalter adoptierten Töchter aus dem abgelegenen Haus in Crawford geflüchtet. Bei der Polizei gab sie an, dass sie und ihre Zwillingsschwester seit Jahren vom Vater sexuell missbraucht und mit Eisenstangen malträtiert worden seien. Die 22-jährigen Zwillinge wurden untersucht. Laut Medien befinden sie sich auf dem geistigen Niveau von Elfjährigen.

Auf Weltuntergang vorbereitet
Ihre Eltern, darunter die offenbar aus Österreich stammende Regina C., bereiteten sich auf den Weltuntergang vor. Riesige Waffen- und Lebensmitteldepots, autarke Selbstversorgung mit Schafen und Solaranlagen, standen im Mittelpunkt des Familienlebens. Nun wurden die Vorwürfe gegen die Mutter, sie habe bei den Taten ihres Mannes nur zugesehen, überraschend fallen gelassen. Die Anklage gegen Mirko besteht weiterhin.

Der Fall erinnert frappant an die bizarre Welt von Ruinerwold (Niederlande). Dort soll Gerrit-Jan van D. (67) seine sechs Kinder fast ein Jahrzehnt lang in einen fensterlosen Raum gesperrt haben.

Stefan Steinkogler, Kronen Zeitung

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