Kugel prallte ab

Jäger schoss: Projektil durchschlug Hotelfenster

Das hätte ganz schlimm enden können! Ein Mühlviertler Jäger (51) schoss von einem Hochstand auf Damwild in einem Wildgatter in Bad Leonfelden. Dabei prallte ein Projektil ab, durchschlug das etwa 400 Meter entfernte Fenster eines Hotelzimmers - der Raum war in diesem Moment Gott sei Dank leer!

Auf einem Hügel inmitten der Mühlviertler Natur liegt das Hotel „Falkensteiner“ in Bad Leonfelden. In den 117 Hotelzimmern und Suiten genießen täglich zahlreiche Wellnessliebhaber die Idylle. Etwa 400 Meter vom Hotel entfernt liegt ein Wildgatter mit Hirschen, davor steht ein Hochstand. Am 11. Oktober nahm dort ein Jäger Platz - ein 51-jähriger Mühlviertler -, um auf Damwild zu schießen. Nachdem er bereits ein paar Tiere erlegt hatte, passierte um 14.30 Uhr der verhängnisvolle Schuss.

Zimmer war leer
Das abgefeuerte Kugel-Projektil prallte ab, flog mit hoher Geschwindigkeit in Richtung der Wellnessoase. In etwa 1,70 Metern Höhe durchschlug „der Geller“ die Fensterscheibe eines Zimmers, blieb im Türrahmen stecken. Das große Glück des Jägers: Das Zimmer war zu diesem Zeitpunkt leer.

„Da hatten wir wirklich Glück im Unglück, dass in diesem Moment niemand im Raum war. Das hätte ganz schlimm enden können“, sagt Hoteldirektorin Evelyn Steininger. Erst am nächsten Tag bemerkten Hotelmitarbeiter, was sich in einem ihrer Zimmer abgespielt hatte. „Mitarbeiter vom Housekeeping sind am nächsten Morgen ins Zimmer gegangen und haben gesehen, dass das Fenster kaputt ist. Die Mitarbeiter haben dann den Hausmeister geholt, der hat gesehen, dass das Projektil im Türrahmen steckt“, erzählt die Direktorin. Die Polizei sicherte die Spuren, kontaktierte den verdächtigen Jäger.

„Das wird hoffentlich nie wieder passieren“
„Das war Gott sei Dank das erste Mal, dass so etwas passiert ist, und das wird hoffentlich auch nie wieder vorkommen. Bisher hatten wir keine Probleme mit dem Wildgatter“, ist Evelyn Steininger zuversichtlich.

Der verdächtige Jäger wird wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit angezeigt.

Lisa Stockhammer, Kronen Zeitung

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