07.10.2019 15:15 |

Frauen als Opfer

Schlimmster Serienkiller der USA gesteht 93 Morde

Samuel Little (79) wurde zunächst wegen dreifachen Mordes in Kalifornien verurteilt. Im Zuge weiterer Ermittlungen gestand er jedoch freiwillig insgesamt 93 Morde - allesamt an Frauen verübt. Für die Bundespolizei FBI ist Little damit der schlimmste Serienmörder in der Geschichte der USA.

Little, der 2012 im US-Bundesstaat Kentucky in einem Obdachlosenheim wegen Drogendelikten gefasst worden war, hat freiwillig detaillierte Informationen zu Mordfällen gemacht, die sich quer über die USA in den Jahren 1970 bis 2005 ereignet hatten.

Anhand von DNA-Spuren stellten Ermittler die Verbindung zu drei Fällen her: Die Frauen - Drogenabhängige und Prostituierte - waren in den Jahren 1987 bis 1989 in der Gegend um Los Angeles erdrosselt worden.

43 Geständnisse stehen noch aus
Der 1,90 Meter große ehemalige Boxer, auch als Samuel McDowell bekannt, verbüßt eine lebenslange Haftstrafe in einem texanischen Gefängnis. 43 weitere Geständnisse stünden noch aus, so das FBI.

Zeichnungen zeigen Opfer
Nach seiner Verurteilung waren kalifornische Behörden zunächst davon ausgegangen, dass Little in neun Bundesstaaten Menschen getötet haben könnte. Auch wegen Einbruchsdelikten und Diebstählen geriet er mit dem Gesetz in Konflikt.

„Außergewöhnliches Gedächtnis“
Little selbst behauptet, ungefähr 90 Menschen getötet zu haben, machte teilweise detaillierte Angaben zu Frisuren, Kleidung und Make-up der Opfer. Auch diverse Tatorte konnte er dank seines „außergewöhnlichen Gedächtnisses“ beschreiben, so das FBI.

„Frauen ihre Namen zurückgeben“
Anhand von Zeichnungen, die er selbst anfertigte, wird nun nach Menschen gesucht, die weitere Opfer identitifizieren könnten. „Wir wollen den Frauen ihre Namen zurückgeben und ihren Familien Gewissheit verschaffen. Das ist das Mindeste, was wir tun können“, so die Behörden.

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