01.10.2019 15:44 |

Trauer auch in Wien

Hollywood-Legende Eric Pleskow mit 95 verstorben

Trauer um Viennale-Präsident Eric Pleskow: Die aus Österreich stammende Hollywood-Legende verstarb am Dienstag, Pleskow wurde 95 Jahre alt. In den 1930er-Jahren vor den Nazis aus Wien geflüchtet, stieg Pleskow zum Filmtycoon in Hollywood auf. Er zeichnete als Produzent für Klassiker wie „Das Schweigen der Lämmer“ oder „Amadeus“ mitverantwortlich. Die Vienalle zum Tod von Pleskow: „Sein Tod ist für uns alle ein großer Verlust. Eric hatte ein erfülltes und langes Leben und wir schätzten ihn als langjährigen Freund und Begleiter unseres Festivals. Als Präsident und Schutzpatron der Viennale hat er uns mit seinem Humor und seiner Weitsicht stets getragen. Er wird uns sehr fehlen.“ Auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen trauerte um die Filmlegende und rühmte dessen „Humor und Herzensbildung“.

Er stand den US-Filmfirmen United Artists und Orion Pictures vor, arbeitete mit Regiegrößen wie Francis Ford Coppola, Federico Fellini und Martin Scorsese, entdeckte Oliver Stone, Milos Forman und Sylvester Stallone. Unter seinem Vorsitz wurden Filme von United Artists drei Jahre hintereinander mit dem Oscar in der Königskategorie ausgezeichnet.

Publikumsliebling bei der Viennale
Ab Ende der 90er-Jahre war Pleskow dann auch wieder regelmäßig zu Gast in Wien, als Präsident der Viennale und als Jurymitglied des Wiener Filmfonds. Gerade in seiner Funktion beim Filmfestival wurde er durch seine legendär humorvollen Eröffnungsreden zum Publikumsliebling. Auch wenn ihn gesundheitliche Probleme zuletzt an der Reise nach Europa hinderten, blieb er Wien eng verbunden. Nun verstarb der Hollywoodproduzent mit österreichischen Wurzeln in den USA.

Zu den mit dem Oscar als „Bester Film“ prämierten Produktionen, für die Eric Pleskow mitverantwortlich zeichnete, zählen neben „Das Schweige der Lämmer“ und „Amadeus“ ach „Midnight Cowboy“, „Einer folg über das Kuckucksnest“, „Rocky“, „Der Stadtneurotiker“, „Platoon“ und „Der mit dem Wolf tanzt“.

„Verlieren einen treuen Freund und Botschafter“
„Mit Eric Pleskow verlieren Wien und ganz Österreich einen treuen Freund und Botschafter des heimischen Kunstschaffens. Denn obwohl er und seine Eltern 1938 aus Österreich vertrieben wurden, verband ihn mit seiner Heimatstadt Wien doch eine große Zuneigung“, lautete eine erste Reaktion von Bundespräsident Alexander Van der Bellen. „Als langjähriger Präsident der Viennale hat er sich stark für die Internationalisierung dieses größten österreichischen Filmfestivals eingesetzt und war über all diese Jahre ein starker Mentor aller Filmschaffenden. Mit Humor und Herzensbildung verstand es Eric Pleskow, Menschen zusammenzubringen und zu fördern. Österreich wird Eric Pleskow als warmherzigen Menschen und treuen Freund in Erinnerung behalten“, so Van der Bellen.

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