22.09.2019 19:36 |

Federer wahrt Chance

Thiem-Niederlage! Team Europa liegt 7:11 zurück

Dominic Thiems erste Niederlage im dritten Duell mit Taylor Fritz hat das Team Europa beim Laver Cup in Genf unerwartet mit 7:11 ins Hintertreffen gebracht. Nachdem schon das Doppel zu Beginn des Schlusstages des Teambewerbs an die Crew von Kapitän John McEnroe gegangen war, konnte Thiem für das Team Europa das Blatt nicht wenden. Der 26-Jährige unterlag Fritz 5:7,7:6(3),5:10. Roger Federer gewann im Anschluss gegen John Isner, damit stehen die vom Schweden Björn Borg betreuten Europäer im verbleibenden Einzel unter Siegzwang, um die höchste Führung für ein Team Welt in der Laver-Cup-Geschichte umzudrehen. 

Zunächst hatte der Schweizer Roger Federer vor Heim-Fans gegen den US-Amerikaner John Isner anzutreten, für das letzte Einzel war Alexander Zverev gegen den Kanadier Milos Raonic eingeplant. Im Doppel hatten Federer/Stefanos Tsitsipas (GRE) gegen Isner/Jack Sock (USA) verloren.

Unerwarteter Einsatz - Nadal setzte aus
Thiem war unerwartet zu seinem zweiten Einsatz an diesem Wochenende gekommen. Nach seinem Sieg im Eröffnungseinzel im Match-Tiebreak gegen den Kanadier Denis Shapovalov war er nicht mehr nominiert, musste dann aber für den an einer Entzündung in der Hand laborierenden Spanier Rafael Nadal einspringen. Auch der ursprüngliche Gegner stand mit dem Australier Nick Kyrgios nicht auf dem Platz. McEnroe stellte stattdessen Fritz für dieses wichtige Match auf.

Die davor gespielten Duelle mit Fritz hatte Thiem jeweils bei den US Open gewonnen. 2017 in der zweiten und 2018 in der dritten Runde setzte sich der Niederösterreicher jeweils in vier Sätzen durch. Ausschlaggebend für die erste Niederlage gegen den 21-jährigen Kalifornier war die schlechte Chancenauswertung. Keinen seiner sieben Breakbälle nutzte Thiem, Fritz auch nur einen von acht. Der reichte aber zum Gewinn des ersten Satzes, danach entschied eben jeweils ein Tiebreak.

Breakchancen nicht genützt
Schon in den ersten beiden Returnspielen hatte Thiem einige Breakchancen, so richtig bitter wurde es für den 26-Jährigen aber bei bzw. ab 5:5. Nachdem sich der Weltranglistenfünfte als Rückschläger ein 40:0 erarbeitet hatte, vergab er alle drei Chancen auf das vielleicht entscheidende 6:5. Danach kam der zweifache French-Open-Finalist bei seinem Aufschlag ins Hintertreffen, wehrte sich noch nach Kräften, der fünfte Satzball von Fritz (oben im Tweet-Bild) saß aber per Rückhand-Passierschlag.

Zehn Asse von Fritz
Einen Breakball Thiems auch gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs beantwortete Fritz mit einem seiner zehn Asse, sein Gegenüber kam da übrigens auf sechs Stück. Jubel auf und bei Europas Bank - die Europäer haben beide bisherigen Auflagen gewonnen - unter den mitfiebernden Federer, Nadal, Zverev, Tsitsipas, Fabio Fognini (ITA), Ersatzspieler Robert Bautista Agut (ESP) und natürlich Borg brandete auf, als Thiem bei 1:2 und 0:40 mit fünf Punkten en suite zum 2:2 ausglich.

In der Folge ging es ins Tiebreak, in dem der zuletzt wochenlang gesundheitlich angeschlagen gewesene Österreicher rasch für klare Verhältnisse sorgte. Da ließ es sich auch verschmerzen, dass nach einer 6:1-Führung erst der dritte Satzball saß. Thiem nahm das Momentum vorerst auch mit, lag im Match-Tiebreak mit Mini-Break 2:1 in Front. Dann aber kam Fritz in Fahrt, distanzierte seinen Gegner mit starken Bällen mit 8:3, ehe er bei 9:5 seinen ersten Matchball verwertete.

Federer siegt
Der Schweizer Tennis-Star Roger Federer hat für Team Europa die Chance auf die erfolgreiche Titelverteidigung gewahrt. Der 38-Jährige besiegte im vorletzten Einzel des Mannschaftsbewerbs am Sonntag in Genf den US-Amerikaner John Isner 6:4,7:6(3). Das Team Welt lag damit nur noch 11:10 in Front. Die Entscheidung brachte die Partie Alexander Zverev (GER) gegen Milos Raonic (CAN).

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