IMAS-Exklusivumfrage:

So liegen die Parteien zwei Jahre vor Landtagswahl

„Wenn am nächsten Sonntag eine Landtagswahl in Oberösterreich wäre, welche Parteien würden Sie dann wählen?“, hat das Linzer IMAS-Institut 800 für die Gesamtbevölkerung ab 16 Jahren repräsentativ ausgewählte Oberösterreicher und -innen befragt. Die Ergebnisse sind natürlich vom Befragungszeitraum 26. August bis 5. September geprägt.

Umfragen sind immer eine Momentaufnahme und keine exakte Prognose - schon gar nicht bei einer Landtagswahl, die erst in zwei Jahren kommt. Sie beschreiben aber immerhin eine Ausgangsbasis und die Wirkung bestimmter Ereignisse, die diese Basis prägen. Die statistische Schwankungsbreite beträgt in diesem Fall plus/minus 4,1 Prozent, bezogen auf den Mittelwert der Bandbreite, die IMAS angibt, siehe Grafik rechts.

„ÖVP-schädliche“ Ereignisse imZeitraffer
Zur Erinnerung die Ereignisse kurz vor dem Befragungszeitraum: Schredder-Affäre ab 23. Juli, Einleitung Abberufung BH-Chef Braunau am 27. Juli, Krach um KTM-Kulturförderung ab 12. August, ÖVP-Spendenaffäre (Horten, etc.) ab 20. August, schließlich die Schwarzblau belastende „Mischkulturen“-Aussage des FPÖ-Landesrates Klinger. Dazu sagt IMAS-Chefforscher Paul Eiselsberg: „Das waren alles Ereignisse, die nicht unbedingt die ÖVP beflügeln.“

Dr. Eiselsbergs Kurzzusammenfassung
Die Ergebnisse fasst er so zusammen: „Die ÖVP ist derzeit bei rund 37 Prozent. Das wäre etwas mehr als beim Wahlergebnis von 2015, sie ist also nach wie vor dominant im Wählermarkt. Dann haben wir ein deutliches Minus bei den Freiheitlichen um die 6 Prozent. Wir haben einen Eindruck, dass die SPÖ im Vergleich zur letzten Landtagswahl relativ stabil ist. Und wir haben den Eindruck, dass die Grünen etwas zulegen und auch die Neos etwas zulegen.“

Neos könnten echte Opposition werden
Wobei das Zulegen der Neos schon relevant ist, weil sie so - im Gegensatz zu 2015 - den Landtagseinzug schaffen könnten. Als einzige Partei ohne Regierungsmitglied im Proporzsystem wären sie die einzige echte Opposition im Landtag. Allerdings meint Eiselsberg, dass die ÖVP in Richtung Wahltermin Herbst2021 wieder in die 40 Prozent-Region klettern könnte.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter