17.09.2019 06:00 |

Bleibt aber offline

„Schredder-Mann“ ist wieder bei der ÖVP

Jener ÖVP-Mitarbeiter, der mehrere Festplatten von der Firma Reisswolf schreddern ließ und danach die Rechnung nicht bezahlt hatte, ist aus der beruflichen Zwangspause zurück und wieder bei den Türkisen tätig. Seine Social-Media-Seiten bleiben allerdings weiterhin abgemeldet.

Zur Erinnerung: Der 25-jährige Steirer, der im Kanzleramt für Facebook-Postings, Fotos und Videos zuständig war, hatte unter falschem Namen schreddern lassen und anschließend die Rechnung nicht bezahlt. Da der „Schredder-Mann“ aber die richtige Telefonnummer angegeben hatte, war er nach Nicht-Bezahlung der Rechnung für die Exekutive unschwer auszuforschen.

Bierlein: Schreddern legitimer Vorgang
Neben der ÖVP geriet wenig später auch die SPÖ in den Strudel der Schredder-Affäre - und es kam zu einer Schlammschlacht zwischen den beiden Parteien. Mittlerweile hat das Bundeskanzleramt unter der Leitung von Brigitte Bierlein in mehreren Anfragebeantwortungen klargestellt: Das Löschen der Festplatten war ein legitimer Vorgang!

Kein Zusammenhang zwischen Schreddern und Ibiza
Vor Kurzem gab die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) bekannt, dass sie keinen Zusammenhang zwischen der Ibiza-Affäre und den geschredderten Druckerfestplatten der ÖVP sieht. Die „erforderliche Wahrscheinlichkeit“ eines Konnexes, den die WKStA ursprünglich angenommen hatte, habe sich im Lauf der Ermittlungen nicht bewahrheitet, hieß es in einem Bericht der „Presse“. Dadurch verliert die WKStA ihre Zuständigkeit in der Schredder-Causa. Der Fall landet nun bei der Staatsanwaltschaft Wien.

Kronen Zeitung/krone.at

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter