11.09.2019 08:23 |

Villach/Klagenfurt

200.000 Betroffene hoffen weiter auf Ruhe am See

Laute Güterzüge sollen von der Südbahnstrecke verbannt werden. Dafür soll der Abschnitt zwischen Klagenfurt und Villach, wie berichtet, Aufnahme in eine EU-Lärmverordnung finden. Die Lärmbelastung für 200.000 Betroffene könnte um die Hälfte reduziert werden. Die Landesregierung stellte nun die Weichen.

„Die Aufnahme der gesamten Wörthersee-Strecke einschließlich der Knoten Klagenfurt und Villach in den leisen Schienenkorridor würde laute Güterwaggons ab 2024 endlich von der Südbahn verbannen“, so Landesrat Sebastian Schuschnig. Die Auswirkungen wären für die Anrainer deutlich hörbar: Der wahrgenommene Lärm würde sich für sie um die Hälfte reduzieren. Vor allem in den Nachtstunden sei eine Erleichterung zu erwarten.

Diese Möglichkeit schafft eine neue Lärmschutz-Regelung (TSI Noise) der EU. Schuschnig: „Der Bund ist gefordert, im Sinne der betroffenen Anrainer zu handeln.“ Bis November müssen die Strecken für Kärnten vom Bund an die EU gemeldet werden. „Dieses Zeitfenster müssen wir nutzen“, so Landesrat Martin Gruber, der außerdem darauf drängt, dass der Güterverkehr auf eine eigene Trasse verlagert wird: „Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass die Zentralraumtrasse in den ÖBB-Rahmenplan aufgenommen wird.“ Noch im Oktober sollen dazu Gespräche mit den ÖBB und dem zuständigen Ministerium stattfinden.

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