10.05.2010 12:35 |

Muss Klub raus?

Dörfler will weniger Spiele der Austria im Stadion

Und wieder steht die Zukunft des Klagenfurter Stadions zur Debatte! Geht es nach Landeshauptmann Gerhard Dörfler soll Austria Kärnten in der Ersten Liga (zweithöchste Liga Österreichs) nur noch sechs Spiele pro Saison in der EM-Arena beistreiten - um die Betriebskosten zu sparen. An der Fertigstellung des Stadions mit der Kapazität von 30.000 Plätzen für Länderspiele hält Dörfler aber fest.
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Bei weniger attraktiven Gegnern solle Austria Kärnten auf kleinere Fußballplätze in Kärnten ausweichen, so Dörflers Vorschlag am Montag. Denn Partien vor 700 Zusehern gegen den "FC Irgendwo" hätten keinen Sinn. Wer die anderen Austragungsorte sein sollen, ließ Dörfler allerdings offen.

Laut dem Landeschef könnte Austria Kärnten nach "zwei bis drei Jahren" in der Ersten Liga wieder in die Fußball-Bundesliga aufsteigen. Es gelte einen "Re-Start" nach dem "Modell Tirol" zu machen.

Martinz warnt vor Stadion-Museum
"Dörfler will das Fußball-EM-Stadion in Klagenfurt künftig offenbar als Museum führen", ätzte ÖVP-Obmann Josef Martinz in einer ersten Reaktion auf den jüngsten Dörfler-Vorschlag. Das Stadion um mehr als 15 Millionen Euro ausbauen und danach Meisterschaftsspiele woanders austragen lassen, sei schildbürgerlich. "Wenn man ein Großprojekt will, dann ist es wohl logisch, dass die Betreiberkosten ebenso kalkuliert werden müssen", so Martinz.

Kritik kam auch von SPÖ-Chef und LH-Stellvertreter Peter Kaiser: "Anstatt sich um ein effizientes Nutzungskonzept unter Einbindung des Fußballs zu kümmern, sperrt Dörfler den Fußball aus dem Stadion aus. Kärnten muss umdenken, wir können uns die blau-schwarze Brot- und Spielepolitik einfach nicht mehr leisten."

FPK-Abgeordneter Gernot Darmann gab seinem Parteifreund Dörfler dagegen Rückendeckung. Es sei vernünftig, "das Klagenfurter Musterstadion auch als Veranstaltungsort für Events und Großveranstaltungen zu nutzen und nicht ausschließlich für Fußballspiele der ADEG Ersten-Liga." Die Erfahrungen aus dem Herbert-Grönemeyer-Konzert hätten gezeigt, dass der Auf- und Abbau bei derart großen Events rund zwei Wochen in Anspruch nehme. Darmann: "Die einfache Rechnung lautet: 30.000 Besucher bei einer tollen Veranstaltung bringen mehr als ein paar Hundert Zuseher bei einem Fußballspiel mit einer nicht so attraktiven Gegenmannschaft."

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