05.09.2019 06:00 |

„Krone“-Kommentar

Gewappnet für das Migrationsthema

Flüchtlingswelle, Migration, Asylsuchende, Ausländerkriminalität - was flog uns nicht alles im Wahlkampf 2017 um die Ohren. Das Migrationsthema überlagerte alles. Und wir sahen oder hörten kein „Sommergespräch“, keine Kandidatenduelle und keine Elefantenrunden, in denen es nicht vorrangig darum gegangen wäre.

Und wenn einmal ein paar Minuten vom Migrations-Komplex abgebogen und über anderes gesprochen wurde, so waren die damaligen Spitzenkandidaten Heinz-Christian Strache und Sebastian Kurz Garanten dafür, dass sie rasch auf die Hauptthemenautobahn zurückkehrten.

Und jetzt? Migration in den „Sommergesprächen“? Fehlanzeige! In der ersten Elefantenrunde (Bild unten) am Dienstagabend? Nichts! Man spricht heute über Ibiza, Parteienfinanzierung, die Klimakrise und Pflege. Selbst der neue FPÖ-Chef Norbert Hofer lässt das Thema aus.

Nur Herbert Kickl, Hofers Kompagnon an der Spitze der Blauen, ließ aufhorchen, als er bei einem Besuch in der „Kärntner Krone“ meinte, dass die „große Zeit des Umweltthemas schon wieder vorbei“ sei, er an die Renaissance der Migrationsproblematik glaube. „Schauen wir, was da auf Lesbos passiert ist, oder auf die neue Linksregierung in Italien. Da müssen wir gewappnet sein.“

Ja, gewappnet muss man immer sein. Schließlich haben ÖVP und FPÖ schon einmal eindrucksvoll bewiesen, dass sie damit Wahlen gewinnen können. Vielleicht beweisen sie diesmal aber, dass sie es auch ohne dieses Thema können.

Klaus Herrmann, Kronen Zeitung

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