04.05.2012 10:57 |

Vergleichen & sparen

Tipps für den Vergleich von Kfz-Versicherungen

Für manche ist es nur ein Fortbewegungsmittel, für andere sehr viel mehr: das Auto. Doch egal, wie du zu deinem Vehikel stehst, es ist ein Sparschwein ohne Boden auf vier Rädern, allein die Kfz-Versicherung ist ein ziemlich großer Brocken im Haushaltsbudget. Regelmäßige Vergleiche zahlen sich daher aus. Worauf du achten solltest, erfährst du hier.

Im Kfz-Bereich sind die gängige Tarife Kfz-Haftpflicht, Teil- und Vollkasko. Nachdem diese Bereiche von den Versicherern häufig überarbeitet werden, zahlt sich ein Vergleich auf jährlicher Basis aus, besonders zumal die Kfz-Haftpflichtversicherung jährlich kündbar ist. Die Kfz-Kaskoversicherung ist bei vielen Versicherern erst nach drei Jahren kündbar, jedoch kannst du Haftpflicht- und Kasko-Versicherung bei zwei verschiedenen Versicherern führen.

Aber Achtung: Kündigst du nur eine Sparte, kann sich die Kasko-Versicherung verteuern, weil mögliche Bündelrabatte für die Kombination von Haftpflicht und Kasko wegfallen. Genaues Rechnen und ein Preis-Leistungs-Vergleich sind somit angesagt.

Die Kfz-Haftpflichtversicherung
Die Haftpflichtversicherung ist in Österreich per Gesetz eine Pflichtversicherung. So soll sichergestellt werden, dass der Halter eines Fahrzeugs nicht durch einen Unfall in eine existenzbedrohende Situation gerät, wenn er Schadenersatzforderungen bedienen muss. Der Abschluss einer Kfz-Haftpflichtversicherung ist daher Voraussetzung für die Zulassung des Fahrzeugs zum Verkehr und dient dazu, gerechtfertigte Ansprüche Dritter zu decken bzw. ungerechtfertigte abzuwehren. Aktuell ist die gesetzliche Mindestversicherungssumme bei sieben Millionen Euro definiert.

Gängige Versicherungssummen bewegen sich jedoch bereits weit über dieser Grenze und liegen bei etwa 15 Millionen Euro – ein Wert, den du bei deinem Vergleich berücksichtigen solltest. Denn eine höhere Versicherungssumme kostet im Monat im schlimmsten Fall ein paar Euro mehr, bringt dir aber bei größeren Leistungsfällen deutlich bessere Abdeckung.

Weiters solltest du auf die Einstufung im Bonus-Malus-System achten: Es wird in 18 Stufen geführt, beginnend bei der Grundstufe neun. Pro schadensfreiem Beobachtungszeitraum (in der Regel ein Jahr) verbesserst du dich um eine Prämienstufe, im Schadensfall wirst du um drei Stufen verschlechtert. Das hat wiederum Auswirkungen auf deine Versicherungsprämie, da an die Bonus-Malus-Stufe automatische Rabattierungen geknüpft sind.

Vergleichst du daher verschiedene Offerte, solltest du darauf achten, bei welchem Versicherer du in der günstigeren Stufe einsteigst. Denn viele Versicherungen locken statt Rabatten mit Stufengeschenken bzw. haben eigene Bonus-Malus-Systeme, wodurch du schneller weniger zahlst. In diesem Zusammenhang solltest du auch darauf achten, inwieweit ein Freischaden im Versicherungsvertrag enthalten ist, da dir dieser beim ersten Schadensfall die Verschlechterung der Bonusstufe erspart.

Kfz-Kasko-Versicherung
Die Kasko-Versicherung deckt Teil- und Totalschäden am eigenen Fahrzeug, die durch Zerstörung, Beschädigung oder Verlust entstehen. Grundsätzlich gibt es zwei Deckungsvarianten: die Teil- oder Elementarkasko und die Voll- bzw. Kollisionskaskoversicherung. Die Elementarkasko deckt jene Schäden ab, die nicht durch eigenes Verschulden zustande kommen, wie etwa Diebstahl, Brand, Naturereignisse und Zusammenstöße mit Tieren, meist beschränkt auf bestimmte Arten von Wild. Die Kollisionskasko umfasst ergänzend dazu auch jene Schäden, die aus selbst verschuldeten Unfällen entstehen.

Meist unterscheiden sich Kaskoverträge durch die Leistungshöhe der einzelnen Deckungsbereiche, Zusatzbausteine, wie etwa der Bruch von Kleingläsern, oder das Thema Selbstbehalt. Meist kannst du bei Abschluss aus verschiedenen Selbstbehaltsarten wählen. Vorsicht ist bei Selbstbehalten geboten, die z.B. drei Prozent fix, mindestens aber 300 Euro vorsehen. Beträgt der Schaden 15.000 Euro, zahlst du in diesem Beispiel nicht nur 300, sondern 450 Euro. Besser sind daher fixe Selbstbehalte ohne prozentuelle Beteiligung.

Auch solltest du darauf achten, inwieweit Sonderausstattung mitversichert ist. Weiters gilt es abzuklären, inwieweit sich der Versicherer schadenfrei hält, wenn z.B. unter Alkoholeinfluss, bei Führerscheinneulingen oder grob fahrlässigem Verhalten ein Unfall geschieht.

Zusatzbausteine
Abseits der Haupttarife kannst du auch Zusatzbausteine abschließen, wie etwa Pannenservices, Insassenunfall oder Kfz-Rechtsschutzverträge. Manche dieser Bausteine hast du jedoch bereits in anderen Verträgen abgedeckt - wie bei Automobilclubs oder überhaupt in einem eigenständigen Vertrag, z.B. einer Unfall- oder Rechtschutzversicherung. In diesem Fall verursachen die Zusatzbausteine unnötige Mehrkosten.

Zusätzlich solltest du auch die Größe des Versicherungsunternehmens beachten. Denn größere Versicherungen haben ein größeres Prämienvolumen und damit einen praller gefüllten Schadenersatztopf. Sie zahlen in der Regel schneller und mehr als kleine Versicherer, die mit vielen Schadensfällen konfrontiert sind.

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