30.07.2019 16:37 |

Pioniere bauen Brücke

Hochwasser-Schäden: Autofahrer ignorieren Sperre!

Nach dem Hochwasser im Salzburger Tennengau dürften offenbar immer wieder Autofahrer versuchen, die gesperrte Straße zwischen Rußbach und Abtenau auf abenteuerlichen Wegen zu umfahren. „Viele versuchen über einen Forstweg auszuweichen. Dieser ist aber stark beschädigt, das Befahren ist unmöglich“, teilte der Katastrophenschutzreferent des Bezirks, Philipp Kogler, am Dienstagnachmittag mit.

„Leider rücken viele das Sperrgitter auf die Seite und versuchen es trotzdem. Davon raten wir dringend ab.“ Die Landesstraße zwischen den beiden Orten musste wegen einer weggerissenen Brücke und unterspülten Straßenabschnitten gesperrt werden. Bis Pioniere des Bundesheers eine Behelfsbrücke errichtet haben und die Schäden zumindest provisorisch ausgebessert wurden, ist Rußbach nur über den Pass Gschütt von Oberösterreich aus erreichbar.

Bundesheer vor Ort
In den vom Hochwasser betroffenen Gebieten müssen in den nächsten Tagen die mit Holz, Schlamm und Geröll vollgeräumten Wildbachsperren ausgebaggert werden. Am Dienstag hat das Bundesheer zudem damit begonnen, die weggerissene Brücke bei Rußbach an der Pass-Gschütt-Straße (B166) provisorisch zu ersetzen.

Instandsetzung dauert bis zu drei Wochen
„Sobald entschieden ist, wo genau die Behelfsbrücke aufgebaut wird, werden dann 60 Soldaten des Pionierbataillons anrücken“, sagte Bundesheer-Sprecher Rene Auer. Die 42 Meter lange und 50 Tonnen schwere Stahlbrücke soll dann spätestens ab Donnerstag errichtet werden und bis Mitte nächster Woche stehen. „Sie hat eine Tragefähigkeit von 25 Tonnen, die abhängig von Untergrund und Verankerung auf bis zu 35 Tonnen erhöht werden kann“, erklärte Auer.

Das Bauwerk werde dabei einspurig ausgelegt sein, der Verkehr mit einer Ampelregelung geleitet werden. Weil auch die beschädigten Straßenabschnitte vor und nach der Brücke saniert werden müssen, könnte Rußbach von Abtenau aus aber noch zwei bis drei Wochen nicht erreichbar sein.

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