Experten warnen:

„Die Chancen bei einem Hundeangriff sind gering“

„Der Hund ist erbarmungslos, da muss man selbst genauso kontern. Aber die Chancen sind gering.“ Nach der Attacke eines Pitbull-Mischlings gegen den zwölfjährigen Lukas in Ottensheim sagen Hundetrainer und -führer, dass auch sie einen solchen Angriff vermutlich nicht abwehren hätten können. Aber sie geben Tipps.

Die Mutter von Lukas macht sich Vorwürfe, dass kein Erwachsener ihren Sohn beim Gassigehen mit einem Chihuahua-Hündchen begleitet hatte, bei dem der lebensgefährliche Angriff von 36-Kilo-Pittbull-Mix „Tyson“ passiert ist.

Massiver Trieb des Hundes
„Vielleicht hätte man den Hund vom Kind ablenken können, aber dann hätte es vermutlich ein zweites Opfer gegeben“, erklärt ein Polizeihundeführer und ergänzt: „Ich hätte, wenn ich nicht vorbereitet bin, gegen so eine Attacke auch keine Chance.“ Das bestätigt auch der langjährige Schutzhunde-Trainer Günter Wolfauer (74) aus Altenberg: „Das Einzige, das man jedenfalls nicht tun darf, ist weglaufen. Denn dann steigert man den Trieb des Hundes.“
Die Experten, die betonen, dass sie Hunde lieben, sind in ihren Tipps gnadenlos: „Wenn man einen Stock zu Greifen kriegt, sich dem angreifenden Hund in den Weg stellen, ihn damit auf Distanz halten und wenn es geht, mit voller Wucht auf die Schnauze hauen. Damit wird er vielleicht abgeschreckt. Aber es kann auch sein, dass er es dann erst wirklich wissen will.“

Mit Finger in die Augen
Hat sich ein Hund in einen Arm verbissen, nicht schütteln oder ziehen: „Da braucht man schon Nerven, aber man kann ihn mit der freien Hand würgen oder mit den Fingern in die Augen stechen.“ Hundetrainer Wolfauer schlägt einen Wesenstest für als problematisch bekannte Rassen vor: „Denn der Hund kann sich, im Gegensatz zum Menschen, nicht verstellen.“ Und da sich das Wesen des Tieres verändert, sollte der Test mehrmals gemacht werden, zumindest dreimal.

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