21.07.2019 13:21 |

Waldbrände in Portugal

1100 Feuerwehrleute kämpfen gegen Flammen-Inferno

Im Zentrum Portugals sind mehr als 1100 Feuerwehrleute im Kampf gegen gleich mehrere Waldbrände im Einsatz. Mindestens acht Menschen sind bislang in der Flammen-Hölle verletzt worden. Ein Mann habe schwerste Brandverletzungen erlitten und sei in eine Klinik in Lissabon geflogen worden, berichtete die Zeitung „Publico“ unter Berufung auf die Behörden. 

Starke Winde und hohe Temperaturen von bis zu 35 Grad machen es den Einsatzkräften schwierig, die seit Samstagnachmittag wütenden Feuer in den Kreisen Vila de Rei, Macao und Serta rund 200 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Lissabon, unter Kontrolle zu bekommen. Ein Dorf sei vorsorglich evakuiert worden, teilte der Katastrophenschutz mit. Besorgniserregend sei die Lage in Vila de Rei, wo die Flammen am Sonntag noch außer Kontrolle gewesen seien, hieß es.

Mehrere kleine Ortschaften evakuiert
Über Nacht waren mehrere kleine Ortschaften vorsorglich evakuiert worden. Sollte sich die Situation verschlimmern, müssten die Bewohner mehrerer Dörfer ihre Häuser verlassen, teilte der Zivilschutz mit. In der Kleinstadt Vila de Rei wurde demnach eine Feldküche eingerichtet, die bis zu 600 Menschen versorgen kann.

Staatspräsident sagte alle Termine ab
Wegen der Brände sagte der portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa am Wochenende alle seine Termine ab. Das Staatsoberhaupt verfolge die Brandbekämpfung, teilte das Präsidialamt mit. Die Flammen loderten nur rund 20 Kilometer vom Kreis Pedrogao Grande entfernt, wo im Juni 2017 verheerende Brände 64 Menschen das Leben kosteten. Es war die schlimmste Katastrophe in der jüngeren Geschichte Portugals.

Im Fernsehen beklagte sich ein Bewohner von Macao, es seien nicht genug Feuerwehrleute im Einsatz. „Wir selbst müssen die Flammen mitbekämpfen“, sagte er. Auch der Bürgermeister von Vila de Rei, Ricardo Aires, behauptete, es mangle an Personal und an Mitteln.

Grund für das hohe Waldbrandrisiko sind auch strukturelle Probleme. Die Region leidet unter Landflucht. Viele Felder, Wiesen und Wälder werden nicht mehr bewirtschaftet. Stattdessen wird Eukalyptus angebaut, der in der Papierproduktion verwendet wird. Die schnell wachsenden Bäume sind ein lukratives Geschäft, aber auch sehr leicht entzündlich.

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