18.07.2019 12:46 |

Verstöße fast überall

„Mafiös“: Anzeigen gegen „Barbershops“

Die Finanzpolizei hat nach einer Schwerpunktaktion gegen 25 Barbershops - also Herrenfriseure - in Kärnten Bilanz gezogen: Dabei sind in 80 Prozent der kontrollierten Betriebe Verstöße festgestellt und 27 Anzeigen erstattet worden. Der Leiter der Finanzpolizei Rigobert Rainer sprach von „mafiösen Strukturen“.

Häufig waren Mitarbeiter gar nicht oder geringfügig angemeldet, haben aber voll gearbeitet. Es gab Verstöße gegen die Registrierkassenpflicht und Fälle von Steuerbetrug. Bei Testkäufen gab es keine oder falsche Rechnungen. So gelänge es den Barbershop-Inhabern, billige Produkte aus dem Ausland schwarz weiterzuverkaufen. Die Finanzpolizei will die Branche weiterhin im Auge behalten.

Rainer sprach sogar von „mafiösen Strukturen“, nach denen Shops in ganz Österreich miteinander vernetzt seien. Mit den Kontrollen soll für Chancengleichheit für die Unternehmer gesorgt werden. Georg Wilhelmer, der Landesinnungsmeister der Friseure, sprach von ertappten Barbershops, in denen keine einzige Fachkraft arbeite: „Die Leute haben keinen Lehrabschluss, sie bekommen nur einen Schnellkurs für einen Maschinenschnitt. Auch die Hygienevorschriften werden nicht eingehalten.“

Und wie der Obmann der WK-Bezirksstelle Klagenfurt, Max Habenicht, appellierte, seien auch die Kunden gefordert, das fragwürdige Geschäftsmodell der schwarzen Schafe unter den Barbershops nicht zu unterstützen: „Wenn man weiß, wie viel eine Arbeitsstunde eigentlich kostet, dann kann man sich ausrechnen, dass da etwas nicht stimmen kann, wenn man für einen Haarschnitt nur zehn Euro bezahlt.“

 krone.at
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