06.07.2019 09:18 |

Als Entschädigung

Eltern von Student wollen nordkoreanischen Tanker

Die Eltern des in Nordkorea festgehaltenen und später gestorbenen US-Studenten Otto Warmbier erheben Anspruch auf einen nordkoreanischen Frachter, den die USA beschlagnahmt haben. Cindy und Fred Warmbier argumentieren in einem Antrag vor einem New Yorker Gericht, der Tanker könne dazu dienen, einen Teil der Strafe von 500 Millionen US-Dollar zu bezahlen, zu der ein US-Gericht Nordkorea verurteilte.

500 Millionen US-Dollar wegen „brutaler Folter und Mord“
Die Eltern des Studenten verklagten Nordkorea wegen „brutaler Folter und Mord“. Ein Bundesgericht in der Hauptstadt Washington entschied im vergangenen Dezember, dass Nordkorea wegen des Todes des jungen Mannes 500 Millionen US-Dollar an die Familie zahlen müsse.

Eltern erheben Anspruch auf nordkoreanischen Tanker
In Gerichtsunterlagen erklärte der Anwalt der Eltern, dass das kommunistische Land sich nie an Vergleichsgesprächen beteiligt habe. Deswegen bleibe den Warmbiers nichts anderes übrig, als Vermögenswerte Nordkoreas ausfindig zu machen. Deswegen erhebe man nun Anspruch auf den Tanker „Wise Honest“.

Die US-Regierung hatte im Mai erklärt, sie habe den in Nordkorea registrierten Frachter sichergestellt. Mit ihm sollen illegal Kohle aus Nordkorea verschifft und schwere Maschinerie in das isolierte Land transportiert worden sein. Das Schiff wurde US-Angaben zufolge zunächst im April 2018 von indonesischen Behörden festgesetzt, woraufhin die US-Justiz eine richterliche Anordnung zur Beschlagnahmung ausstellte.

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