Mo, 15. Juli 2019
03.07.2019 08:05

Ohne große Rechenpower

Neue Methode für effiziente Wasserwellen-Animation

Die realistische grafische Animation von Wasserwellen und ähnlicher Phänomene, die mit komplexen Objekten interagieren, ist entweder äußerst rechenintensiv oder, bei Verwendung schneller Berechnungsmethoden, oftmals von geringerer Qualität. Forscher des Institute of Science and Technology Austria im niederösterreichischen Klosterneuburg haben nun eine Technik entwickelt, mit der Wasserwellen-Animationen realistisch, aber mit ähnlichem Rechenaufwand wie bei der Verwendung herkömmlicher Methoden erstellt werden können.

Im Allgemeinen basieren Wasserwellensimulationen auf einer von zwei verfügbaren Methoden: Fourier-basierte Methoden sind effizient, können aber keine komplizierten Wechselwirkungen modellieren, wie etwa Wasserschläge am Ufer einer Insel.

Aufwändigere, „numerische“ Techniken hingegen können eine Vielzahl solcher Effekte simulieren, sind jedoch rechenintensiver. Infolgedessen war bislang die Simulation detaillierter Szenen, wie sich bildende Uferwellen oder die Wellen eines vorbeifahrenden Bootes, aufgrund der langen Verarbeitungszeit und der benötigten Rechenleistung praktisch unmöglich.

Realistisch und rechnerisch effizient
Die nun neu entwickelte Methode des Forschungsteams rund um Christoph Wojtan am IST Austria ermöglicht es, realistische Wellen und deren Wechselwirkung mit festen Objekten in großem Maßstab und auch rechnerisch effizient zu animieren.

Die Entwicklung der neuen Methode habe Innovation und ein tiefes Verständnis der beteiligten Physik sowie das Lösen komplexer mathematischer Gleichungen erfordert, die Wellen-Oberflächen-Wechselwirkungen modellieren, so das Institut.

Anwendungsmöglichkeiten in Games und Filmen
Bei der Ende Juli in Los Angeles stattfindenden internationalen Konferenz SIGGRAPH 2019 der Association for Computing Machinery wird das Forscherteam die neue Methode vorstellen und sich mit Vertretern der Film- und Videospielbranche austauschen, um praktische Anwendungsmöglichkeiten auszuloten.

 krone.at
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