Bedenken, allerdings:

Keine „Sabotageakte“ in Linz gegen Kassenfusion

Was wird nach dem Sturz von Türkis-Blau aus der Kassenfusion, die die oberösterreichische Gebietskrankenkasse als eigenständige Landeskasse eliminiert? Sie läuft wie geplant weiter, es sei denn, der Verfassungsgerichtshof gibt einer Klage von GKK-Obmann Albert Maringer Recht. Dieser zeigt neue Auffälligkeiten auf.

„Bis Ende 2019 gibt es noch Selbstverwaltung in Oberösterreich, aber unter einer Aufsichtskommissärin in Wien, die Einsprüche machen könnte“, erzählt Maringer: „Daher sind wir nicht mehr so autonom.“

Gericht angerufen
Obmann Maringer ist aus vielen Gründen gegen die Kassenfusion, betreibt aber mit seiner Belegschaft keine „Sabotage“: „Das Zusammenlegungsgesetz gilt, bis es das Höchstgericht aufheben sollte. Wir sorgen dafür, dass der Alltagsbetrieb auch ab 1. Jänner 2020 reibungslos läuft.“ Daher arbeiten 20 bis 30 OÖGKK-Leute schon bei der neuen Gesundheitskasse in Wien mit.

Verwunderung
Was aber in Wien so läuft, darüber kann sich Maringer nur wundern: Die neue Gesundheitskasse zieht offenbar nicht in das gerade generalsanierte und um drei Stockwerke zu große Gebäude des bald obsoleten Hauptverbandes ein, sondern will sich irgendwo einmieten.

200 Leute gekündigt, 200 gesucht
Und: Der Überleitungsausschuss hat mit seiner faktischen Dienstgebermehrheit (ein Vertreter ist vom ÖAAB) beschlossen, dass die 350 Hauptverbands-Mitarbeiter dort bleiben sollen und die Gesundheitskasse ihr eigenes Personal, gut 200 Leute, sucht. „Das ist absurd, im Verband 200 Leute rauszuschmeißen, die man nicht mehr braucht, weil die Kassen-Koordinierung wegfällt, und 200 neue zu rekrutieren“, wundert sich Gewerkschafter Maringer.

Mario Zeko/Kronen Zeitung

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