Nicht angekündigt

Aufregung um Ramadan-„Zuckerfest“ in Volksschule

Wirbel gibt’s in der Volksschule 2 im oberösterreichischen Vöcklabruck, nachdem am Dienstag hier während der Unterrichtszeit das Ende des Ramadan mit dem „Zuckerfest“ gefeiert wurde. Eltern nicht-muslimischer Kinder ärgern sich, weil sie nicht vorher informiert wurden. Die Direktorin spricht von einem „Pausenfest, das etwas verlängert wurde“.

„Normalerweise werden wir über alles informiert, etwa wenn Verkehrserziehung oder andere Aktivitäten in der Schulzeit passieren“, sagt die Mutter eines Viertklässlers, der am Nachmittag vom „Zuckerfest“ daheim erzählte. Mütter muslimischer Kinder - diese stellen in seiner Klasse 80 Prozent der Schüler - hätten traditionelle Süßspeisen, die zum Ende des Fastenmonats Ramadan verzehrt werden, mit in die Schule gebracht und im Gang im vierten Stock aufgebaut. Dann wurden alle Kinder der VS 2 zum „Zuckerfest“ eingeladen, es wurden auch die Gebräuche und Hintergründe erläutert.

Direktorin wollte sich nicht äußern
„Die Veranstaltung dauerte von 9.30 bis 10.30 Uhr“, sagt Direktorin Brigitte Peer-Schumann auf „Krone“-Anfrage. Weiters wollte sie sich nicht äußern. Es wäre als Pausenfest geplant gewesen, das dann verlängert wurde. „Die Kinder mussten nicht teilnehmen, hätten auch in der Klasse bleiben und spielen können“, erzählen Eltern, die sich ärgern, dass das religiöse Fest auch in der Unterrichtszeit der Hauptfächer abgehalten wurde. Und vor allem, dass es keine Vorinformation gab: „Was wäre, wenn ein Kind eine Nussallergie hat und ein Baklava isst? Sonst müssen wir bei jedem Fest oder jeder Veranstaltung unsere Zustimmung geben, auch Allergien bekannt geben.“

Herwig Kerschbaumer von der Bildungsdirektion Oberösterreich erklärt: „Vom Lehrplan der Volksschule sind kultur- und religionsübergreifende Veranstaltungen voll gedeckt.“

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