Do, 20. Juni 2019
24.05.2019 12:05

Tränen fließen

Monaco im Zeichen Nikis: Emotionen über den Wolken

„Über unserem Team hängt eine dunkle Wolke.“ Mit diesen Worten richtete sich Toto Wolff gestern erstmals seit dem Tod von Niki Lauda an die Öffentlichkeit. „Die letzten Tage waren schlimm, ich fühle mich wie ein Zombie. Ich sah mir Fotos von Niki an, dabei schossen mir immer wieder Tränen in die Augen. Auch weil ich dachte, es kann doch nicht sein, dass er nicht mehr ins Fahrerlager kommt, wir nicht mehr miteinander reden oder Nachrichten schicken können. Ein Niki steht doch immer auf.“

Niki kommt nicht mehr! Aber Niki wird auf ewig in den Herzen weiterleben. „Er war Mentor, Außenminister, er hat Druck gemacht, wenn es notwendig war, politische Spielchen von uns ferngehalten. Niki hatte in seiner Rolle so viele Facetten, dass sein Tod eine große Lücke ins Team gerissen hat. Er war das Herz und die Seele im Team, er ist unersetzbar“, sagte Wolff und erinnerte sich an den "emotionalsten Moment unserer Freundschaft.“

Ein „Halbfreund“
„Wir waren auf dem Rückflug von Suzuka, wo Lewis Hamilton die WM gewonnen hatte. Als wir in der Luft waren, sah ich, dass er eine Träne im Auge hatte. Ich sagte ihm: Niki, jetzt wirst du auch noch emotional auf deine alten Tage. Es geht wirklich bergab. Und er sagte: Du weißt, ich habe ja keine Freunde. Aber wenn es so was wie einen Halbfreund gibt, dann bist du einer.“ Eine Freundschaft hat sich auch zwischen Hamilton und Lauda entwickelt."

Glaubhaftigkeit für das Team
Wolff: „Das Leben am Limit hat die beiden mehrfachen Weltmeister verbunden. Als Niki 2012 Lewis (im Bild oben neben Niki Lauda) zu Mercedes geholt hat, erhielt das Team Glaubhaftigkeit und einen großen Schub, weil jeder wusste, Niki macht keine halben Sachen.“ In Monaco zollen Teams wie Ferrari oder McLaren, aber auch Piloten wie Hamilton oder Sebastian Vettel mit eigenen Designs an Auto und Helm der größten Formel 1-Ikone Tribut P.S.: Niki Laudas Begräbnis wird am Mittwoch (29. Mai) im engsten Familienkreis in Wien stattfinden.

Richard Köck, Monte-Carlo, Kronen Zeitung

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