24.05.2019 07:15 |

Orban geht auf Distanz

„Strache hat das Vertrauen der Menschen verloren“

Ungarns rechtsnationalistischer Ministerpräsident Viktor Orban geht in der Videoaffäre um die FPÖ auf Distanz zum zurückgetretenen Parteichef Heinz-Christian Strache. „Das, was Strache gesagt hat, ist inakzeptabel“, sagte Orban der deutschen „Bild“.

„Das Wichtigste für einen Politiker ist das Vertrauen der Menschen. Strache war ein Kämpfer in eigener Sache, aber er hat das Vertrauen der Menschen verloren“, so Orban. Generell wolle er sich aber nicht in die österreichische Innenpolitik einmischen, „das müssen die österreichischen Wähler entscheiden“.

„Was in Wien funktioniert, könnte auch in Brüssel funktionieren“
Orban hatte Strache erst Anfang des Monats in Budapest freundschaftlich empfangen. Damals pries er Österreichs Koalition aus Bürgerlichen und Rechtspopulisten als „Modell für Europa“. „Was in Wien funktioniert, könnte auch in Brüssel funktionieren. Ich hätte gerne, dass es jene Änderungen in Europa gibt, die es auch in Österreich gab“, erkläre er. Allzu lange hat die Koalition danach jedoch nicht mehr „funktioniert“, wie wir heute wissen.

Kurz nach Strache hat Orban damals auch Italiens Vizepremier Matteo Salvini getroffen. Der Lega-Chef hatte Anfang April eine Initiative für einen Zusammenschluss der bisher auf drei Fraktionen verteilten rechtspopulistischen und europaskeptischen Parteien nach der EU-Wahl im Mai gestartet.

Schließen sich rechte Fraktionen zu einer Allianz zusammen?
Demnach soll die „Europäische Allianz der Völker und Nationen“ die stärkste Fraktion im EU-Parlament werden. Laut Salvini wollen sich rund zehn Bewegungen und Parteien - darunter die FPÖ und eventuell auch die Fidesz - dem Block anschließen. Orban wäre dabei ein wichtiger Player, hält sich aber noch alles offen.

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