19.05.2019 21:03 |

Nach neuen Vorwürfen

Parteiaustritt! Gudenus schmeißt jetzt alles hin

Der am Samstag zurückgetretene FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus (siehe auch Video oben) hat am Sonntagabend „mit sofortiger Wirkung“ seinen Austritt aus der Freiheitlichen Partei bekannt gegeben. Ebenso werde er sein Nationalratsmandat zurücklegen, erklärte die FPÖ in einer Aussendung. Bereits am Vortag hatte Gudenus erklärt, all seine Funktionen zurückzulegen. Kurz zuvor waren weitere brisante Vorwürfe gegen den Ex-Klubobmann bekannt geworden.

Gudenus erklärt in der Aussendung, er wolle sein „tiefstes Bedauern über die zwei Jahre zurückliegenden Vorkommnisse zum Ausdruck bringen. Zudem bedaure ich zutiefst, durch mein Verhalten das in mich gesetzte Vertrauen der Wähler, Funktionäre und Mitarbeiter enttäuscht zu haben.“

Weitere schwere Vorwürfe gegen Gudenus
Am Sonntag wurde weitere schwere Vorwürfe gegen Gudenus bekannt: Laut einem weiteren Bericht der „Süddeutschen Zeitung“, die mit dem „Spiegel“ die Ibiza-Affäre aufgedeckt hatte, soll es nicht bei diesem einen ominösen Treffen mit der Oligarchennichte 2017 auf Ibiza geblieben sein. Audioaufnahmen sollen weitere Zusammenkünfte zwischen Gudenus und dem Vertrauensmann in Wien belegen.

Dort sei das nicht wunschgemäße Vorankommen des besprochenen Projekts beklagt worden. „Sie war relativ angepisst“, zitiert die „Süddeutsche“ aus dem Mitschnitt aus dem Gespräch zwischen dem Verbindungsmann der lettisch-russischen Staatsbürgerin und Gudenus. Nun brauche sie eine „Geste des guten Willens“, die Frau sei aber weiterhin bereit, die FPÖ zu unterstützen, heißt es weiter.

OTS als Zeichen des Willens für weitere Kooperation
Gudenus 
und Strache sollten ihr „Zuversicht geben hinsichtlich dieser Strabag-Geschichte, was da auf Ibiza diskutiert wurde“. Vorgeschlagen wurde demnach, dass die FPÖ am 4. September 2017, wenige Tage nach einem der beiden Treffen in Wien, eine ganz bestimmte Pressemitteilung auf dem Nachrichtenportal OTS veröffentlichen soll. Diese OTS gab es dann tatsächlich. Sie ist auch nach wie vor abrufbar, der Titel lautet: „Auch Haselsteiner soll seine Polit-Netzwerke offenlegen.“

Bei einem zweiten mitgeschnittenen Treffen Ende August soll sogar die Möglichkeit einer weiteren Zusammenkunft mit der Frau diskutiert worden sein. Gekommen ist es dazu aber letztendlich offenbar nicht, schreibt die „SZ“.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen