Mi, 22. Mai 2019
08.05.2019 09:54

Wahnsinnsszenen

Co-Pilot klettert in brennendes Flugzeug zurück!

Der Co-Pilot der Aeroflot-Maschine in Moskau, in der nach einer Bruchlandung am Sonntagabend 41 Menschen starben, war nach dem Crash aus dem brennenden Flugzeug geflüchtet - nur um kurz darauf wieder hineinzuklettern! Ein Video zeigt, wie Maxim Kuznetsov über die Notfallrutsche wieder in die Maschine gelangt, um seinen Kollegen aus dem Cockpit zu holen. Dafür muss der 36-Jährige Rettungskräfte abwehren, die ihn zurückhalten wollen. Wie der Sender REN TV berichtet, konnte er durch seinen heldenhaften Einsatz dem Piloten das Leben retten.

Ein Blitzschlag traf die Aeroflot-Maschine, die von Moskau aus in Richtung Murmansk gestartet war, kurz nach dem Abheben. Bei der Notlandung setzte das Flugzeug dann hart auf, sprang dreimal zurück in die Luft und fing beim letzten Aufprall Feuer. Die beiden hinteren Notausgänge waren durch die Flammen unzugänglich - die Passagiere konnten nur durch die zwei vorderen Türen flüchten.

Rettungskräfte versuchten, den Co-Piloten zurückzuhalten
Co-Pilot Kuznetsov rettete sich mit einer Leine aus dem Cockpit, mit der er sich abseilte. Doch gleich als er den Boden erreicht hatte, rannte er umgehend zur Notfallrutsche - um wieder in die brennende Maschine zu gelangen, in der sich noch sein Kollege Denis Evdokimov befand. Rettungskräfte versuchten, den 36-Jährigen zurückzuhalten, was ihnen jedoch nicht gelang. Der Vater des Piloten bestätigte dem privaten Sender REN TV, dass Kuznetsov seinen Sohn gerettet habe. Die russische Zeitung „Moskovsky Komsomolets“ berichtet, Kuznetsov habe zusätzlich noch einen Passagier und wichtige Flugdokumente in Sicherheit bringen können.

Möglicherweise hätten bei dem Drama mehr als 37 Menschen gerettet werden können - einige Passagiere hatten bei ihrer Flucht aber auch ihr Handgepäck retten wollen und damit die Evakuierung verzögert. Doch auch gegen die Piloten werden schwere Vorwürfe erhoben: Unfallermittler berichten über mögliche Fehler wie den Flug in das Gewitter oder dass kein Kerosin abgelassen wurde. Andere Experten sprachen hingegen davon, dass die Notlandung „fachkundig“ ausgeführt worden sei.

Experten: Piloten könnten Feuer zusätzlich entfacht haben
Insider berichteten der Wirtschaftszeitung „RBK“, dass die Piloten mit der Öffnung des Cockpitfensters die Flammen zusätzlich entfacht haben könnten. Außerdem seien die Turbinen nicht unmittelbar nach der Landung abgeschaltet worden. Andere Experten zweifeln zudem den Blitzschlag als Unfallursache aus - demnach würde ein modernes Flugzeug so ein Ereignis ohne katastrophale Konsequenzen überstehen. Vielmehr müsse ein technisches Gebrechen Schuld an der Tragödie sein, vermuten sie.

Miriam Krammer
Miriam Krammer

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