Froschberg-Kleinod:

Bürgermeister denkt über Bergschlössl-Verkauf nach

Na bumm! Erst sorgte SP-Bürgermeister Klaus Luger dafür, dass im Bergschlösslpark, dem dreihundert Jahre alten Kleinod am Fuße des Froschbergs, eine Ersatzfläche für Alkohol- und Drogenkranke eingerichtet wird, und jetzt lässt er damit aufhorchen, dass er in Erwägung ziehe, dass malerische Schlösschen dort zu verkaufen!

Ob an Stadtchef Klaus Luger ein erfolgreicher Immobilienmakler verloren gegangen ist, darf aufgrund des neuesten Kapitels der Bergschlössl-Geschichte wahrlich gezweifelt werden . . .

Plausible Beweggründe
Brutal gesagt: Erst lockt der Bürgermeister mit seinem Ersatzflächen-Entscheid Drogenjunkies und andere zwielichtige Gestalten in den historischen Park und jetzt will er das sich dort befindliche Schloss plötzlich zu Geld machen. Warum? Seine Beweggründe dafür klingen durchaus plausibel. Nachdem die Stadt den Bau in den 1980er Jahren kaufte, wurde nach umfangreicher Restaurierung 1998 die Management-Akademie Limak in dem Gebäude untergebracht. Außerdem dient das Schlössl, das unter der Verwaltung des Design Center steht, als Veranstaltungszentrum für Firmenfeiern, Hochzeiten oder Seminare.

Massive Sanierungen nötig
„Die Limak wird im Herbst 2020 an den Campus der Johannes Kepler Universität übersiedeln. Und weil im Bergschlössl massive Sanierungen anstehen, vor allem im Bereich des Brandschutzes, denken wir jetzt darüber nach, wie mit der Situation am besten umzugehen ist. Eine der Varianten wäre, dass Schlössl zu verkaufen“, so Luger. Kritik, dass er mit der Ansiedlung von Problemgruppen den Wert der Immobilie drücken würde, lässt Luger nicht gelten: „Was wissen wir, was in ein paar Jahren sein wird?“ M. Ruhmanseder

Mario Ruhmanseder
Mario Ruhmanseder
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