21.03.2019 09:06 |

Bei „Gelbwesten“-Demo

Mutter und Baby in Paris in Flammenhölle gefangen

Schockierende Szenen haben sich bei Protesten der „Gelbwesten“ in Paris abgespielt: Demonstranten zündeten eine Bank-Filiale an - nur drei Stockwerke darüber war eine Mutter mit ihrem Baby in der Flammenhölle gefangen. Die Frau schrie aus dem Fenster um Hilfe und konnte von den Einsatzkräften schließlich gerettet werden.

Demonstranten, die ihrem Ärger gegen die Reformen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Luft machten, sorgten einmal mehr für Chaos und Zerstörung in der Hauptstadt. Am Samstag setzten sie die „Banque Tarneaud“ in Brand und gefährdeten damit eine vierfache Mutter und ihr jüngstes Kind - ein neun Monate altes Baby.

Mutter und Kind aus Flammenhölle gerettet
Als die Filiale im Erdgeschoß lichterloh brannte, wagte sich die Pariserin ans Fenster, um nach Hilfe zu schreien. Panische Passanten forderten die Frau auf, das Gebäude zu verlassen. Bewaffnete Polizeikräfte und die Feuerwehr konnten die beiden schließlich aus der Flammenhölle retten.

Mehr Elitesoldaten sollen Paris während Demos schützen
Das Staatsoberhaupt will nun Anti-Terror-Kräfte der Armee bei den angekündigten Protesten der „Gelbwesten“ am kommenden Samstag einsetzen. Elitesoldaten der Einheit „Sentinelle“ sollen öffentliche Gebäude und andere Einrichtungen sichern. Seit den islamistischen Anschlägen auf die Satirezeitung „Charlie Hebdo“ und einen jüdischen Supermarkt im Jänner 2015 in Paris gibt es diese Spezialeinheit. Deren Soldaten sollen unter anderem Synagogen, Flughäfen, Bahnhöfe und Touristenattraktionen wie Museen oder den Pariser Eiffelturm vor möglichen Anschlägen schützen.

Nizza verbietet „Gelbwesten“-Demos
In Nizza will die Regierung am Samstag Demonstrationen der „Gelbwesten“ überhaupt verbieten, wie Bürgermeister Christian Estrosi mitteilte. Am Sonntag ist der chinesische Präsident Xi Jinping zu Gast in der Stadt an der französischen Mittelmeerküste.

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