Firma nahm Betrieb auf

Eisberg sorgt in Marchtrenk für erhitzte Gemüter

Noch nie hat eine Firmenansiedlung in Marchtrenk die Wogen so hochgehen lassen, wie jene des kürzlich eröffneten Eisberg-Werks. Anrainer befürchten, wegen der gigantischen Salatwaschanlage, ein Absinken des Grundwasserspiegels. Die Stadtpolitik streitet über finanzielle „Zuckerl“ für den Konzern.

„Uns entgehen in 15 Jahren 4,29 Millionen Euro, weil der Bürgermeister der Firma Eisberg großzügige Zugeständnisse gemacht hat. Diese hat eine Stadt in Top-Lage gar nicht notwendig“, ist beim Marchtrenker Stadt-Vize Michael Fischer (FPÖ) die Freude über die Werksansiedelung getrübt.

Stadtchef weist Vorwürfe zurück
Fischer kritisiert, dass das Unternehmen nur einen fix gedeckelten Betrag für Kanalgebühren zahlen muss. „Statt 404.00 Euro kassiert die Stadt jedes Jahr nur 118.000 Euro. Das sind jährlich 286.000 Euro weniger. Der Vertrag läuft bis 2034“, so Fischer. Stadtchef Paul Mahr (SPÖ) weist die Vorwürfe zurück. „Ohne die Anreize hätte sich die Firma nie in Marchtrenk angesiedelt. Die Stadt profitiert im Gegenzug von den Kommunalsteuereinnahmen.“

600 Mitarbeiter nach Vollausbau
Wie hoch der Betrag ist, kann Mahr nicht beziffern. Weil derzeit erst 80 Mitarbeiter beschäftigt werden. Bis Jahresende sollen es 250 sein. Mahr: „In der Endstufe könnten es sogar 500 bis 600 Mitarbeiter werden.“

Sorge vor Wassermangel unbegründet
Mahr hält auch die Wassermangel-Ängste der Anrainer für unbegründet. „Das Land hat ausführlich geprüft. Der Wasserspiegel im Umkreis von 100 Metern kann höchstens um ein paar Zentimeter sinken!“

Mario Zeko
Mario Zeko
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter