15.02.2019 13:02 |

Nach China „verirrt“

Demente Thailänderin nach 640 Kilometern gestoppt

Sie wollte eigentlich nur ihren Sohn in der Nachbarschaft besuchen, doch wegen ihrer Erkrankung wanderte eine demenzkranke Thailänderin 640 Kilometer weit. Sie wurde nun in China aufgegriffen.

Die 59-jährige Kaeomanee Arjaw vom Bergvolk der Akha war am 12. Juni in der nordthailändischen Provinz Chiang Rai als vermisst gemeldet worden, wie die dortige Einwanderungsbehörde am Freitag mitteilte. Erst Ende Jänner wurde sie in der südchinesischen Stadt Kunming entdeckt. Dank eines thailändischen Ausweises, den die 59-Jährige bei sich trug, konnten die chinesischen Behörden das nächstgelegene thailändische Konsulat kontaktieren.

Ob die Frau über Laos oder Myanmar bis nach China gelangte, ist nicht bekannt. „Sie sagte den Beamten, sie sei zu Fuß dorthin gelangt“, erklärte ein Sprecher der Einwanderungsbehörde in Chiang Rai. „Sie ist immer weiter gegangen und hat auf dem Weg an Marktständen um etwas zu essen gebeten.“

„Ich ging immer weiter“
Am Donnerstag flog Kaeomanees Tochter Suchada mit thailändischen Behördenvertretern nach Kunming, wo sich die beiden in die Arme fielen und Tränen vergossen. In einem Video von dem Wiedersehen fragt ein Behördenvertreter Kaeomanee, wo sie hingegangen sei, nachdem sie das Haus ihrer Tochter im Juni verlassen habe. „Ich wollte zu meinem Sohn gehen. Ich traf ihn, dann ging ich immer weiter“, antwortete die Demenzkranke. Die Tochter berichtete, ihre Mutter habe auf ihrem langen Marsch 20 Kilogramm abgenommen. Am Freitag flogen die beiden nach Chiang Rai zurück.

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