31.01.2019 12:28 |

Coup in Italien

Kokain im Wert von mehr als 500 Mio. € abgefangen

In Italien ist binnen zwei Tagen Kokain im Wert von mehr als einer halben Milliarde Euro sichergestellt worden. In den Hafenstädten Genua und Livorno konfiszierte die Polizei insgesamt rund 2750 Kilogramm des Suchtgifts.

Allein im ligurischen Genua entdeckten die Ermittler am Donnerstag 2,1 Tonnen Kokain in 60 Taschen verstaut an Bord eines aus Kolumbien kommenden Schiffes, das in Richtung Barcelona unterwegs war. Wie die Polizei mitteilte, handelt sich um die größte Menge Kokain, die in den vergangenen 25 Jahren in Italien konfisziert wurde. Der Wert der heißen Ware belaufe sich auf mehr als 400 Millionen Euro. Ein Spanier sei festgenommen worden.

Das Kokain stamme demnach von mehreren Drogenbanden, die mit dem sogenannten Golf-Clan zusammenarbeiten. Dieses berüchtigte kolumbianische Drogenkartell ist für rund 70 Prozent der Kokainproduktion in dem südamerikanischen Land verantwortlich und setzt Gewalt und Einschüchterung ein, um den Handel zu kontrollieren.

650 Kilo „Schnee“ unter einer Ladung Kaffee
Ebenfalls nach Barcelona an ein spanisches Unternehmen gehen sollte eine Ladung Kaffee an Bord eines aus Mittelamerika kommenden Schiffes, das am Mittwoch von der Polizei im toskanischen Livorno durchsucht worden war. Dabei fand sie unter dem Kaffee versteckt 650 Kilogramm Kokain im Wert von rund 130 Millionen Euro. In diesem Fall gab es vorerst noch keine Festnahmen.

Der Staatsanwalt von Genua, Francesco Cozzi, meinte am Donnerstag, Genua und Livorno seien die neuen Drehkreuze des internationalen Schmuggels geworden. „Der Hafen von Genua hat Gioia Tauro ersetzt“, sagte Cozzi mit Blick auf die kalabrische Hafenstadt, die sich fest in der Hand der ‘Ndrangheta befindet. Die berüchtigte Mafiaorganisation soll den größten Teil des europäischen Kokainhandels kontrollieren.

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