So, 26. Mai 2019
20.01.2019 06:00

Meist „fremde Gewalt“

Unfälle, Angriffe: 7 verletzte Polizisten pro Tag

Licht und Schatten: Während die Gesamtzahl der im Dienst verletzten Polizisten österreichweit im Vorjahr gestiegen ist, fielen gleichzeitig etwas weniger Beamte Gewaltattacken zum Opfer. Was zum einen an den jüngst intensivierten Schulungen, aber auch an der verbesserten Ausrüstung, wie Stichschutzwesten, liegen soll.

Das Positivste vorweg: 2018 musste kein einziger Uniformierte im Dienst sein Leben lassen. Weniger erfreulich: Im Vergleich zu 2017 (2290 Verletzte, ein Toter) ist die Gesamtzahl der im Zuge ihrer Pflicht verletzten Polizisten 2018 um 113 Fälle (rund 5 Prozent) gestiegen. Demnach wurden 2403 Beamte verletzt, 62 davon schwer. Das sind durchschnittlich sieben Uniformierte pro Tag.

Über 50 prozent durch „fremde Gewalt“
Die meisten Opfer, nämlich 935, gab es in Wien. Erschreckend: Mehr als die Hälfte der Verletzungen (461) wurde durch „fremde Gewalt“ verursacht. Auch wenn es insgesamt im Vergleich zu 2017 (1099 Vorfälle) landesweit ein wenig „Entspannung“ gab: Die Zahl der Angriffe ist leicht auf 1054 gesunken.

Weniger Verletzte dank besserer Ausrüstung
Was laut Ermittlern aber nicht heißt, dass es allgemein weniger Attacken gab. Dies sei allein der Verbesserung der Ausrüstung (schusssichere Helme und Gilets mit Stichschutzfunktion) wie auch der intensivierten Zusammenarbeit hinsichtlich Eigenschutz mit dem Sondereinsatzkommando Cobra zu verdanken. „Der persönliche Schutz der Polizisten steht für mich an oberster Stelle. Der Rückgang der durch fremde Gewalt verletzten Einsatzkräfte ist erfreulich. Dennoch: Jeder verletzte Beamte ist einer zu viel“, so Innenminister Herbert Kickl. Daher arbeite man auch ständig an möglichen Verbesserungen.

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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