Verdächtiger in Haft

Junge Touristinnen in Marokko getötet

Ausland
18.12.2018 15:56

Am Fuße des bei Wanderern beliebten Berges Toubkal in Marokko sind die Leichen zweier junger Frauen aus Skandinavien gefunden worden. Die beiden Studentinnen wollten die Weihnachtsfeiertage am Berg verbringen, fielen allerdings einem Verbrechen zum Opfer. Die Polizei nahm nach Justizangaben am Dienstag einen Verdächtigen fest, der für den Tod der Frauen verantwortlich sein soll.

Die Leichen von Louisa Vesterager Jespersen (24) aus Grinstad in Dänemark und ihre 28-jährige Freundin Maren Ueland aus dem norwegischen Ort Bryne wiesen Stichverletzungen auf. Nach weiteren möglichen Tätern werde gefahndet, hieß es aus Ermittlerkreisen. 

Die Überreste der jungen Frauen seien in einer abgelegenen Gegend nahe dem Ort Imlil gefunden worden, teilte das Innenministerium in Marokko mit. Die Stadt ist für viele Wanderer und Bergsteiger Ausgangspunkt für Touren in das Atlasgebirge. Der 4167 Meter hohe Toubkal ist der höchste Berg Nordafrikas und liegt rund 70 Kilometer südlich von Marrakesch.

Urlaub wurde zur letzten Reise
Vesterager Jespersen und Ueland studierten an der Universität von Südostnorwegen. Dort zeigte man sich geschockt über die Nachricht aus Marokko und setzte die Fahnen auf Halbmast. Wie die Bildungseinrichtung mitteilte, waren die beiden Frauen erst am Wochenende nach Marokko aufgebrochen. Dort wollten sie demnach einen Monat lang bleiben. Vesterager Jespersen und Ueland studierten in Norwegen unter anderem Kultur und Naturführung.

Mutter beteuert, die Frauen wären vorsichtig gewesen
 Die Mutter der Norwegerin sagte im norwegischen Rundfunk, dass Sicherheit die oberste Priorität ihrer Tochter gewesen sei. „Die beiden jungen Frauen haben alle Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, bevor sie aufgebrochen sind“, sagte sie NRK.

Das Auswärtige Amt warnt für Marokko vor Touren abseits befestigter Straßen. Touren in entlegeneren Gebieten sollten grundsätzlich nur in einer Gruppe und mit marokkanischen Führern unternommen werden.

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