Sa, 19. Jänner 2019

Satellitenfotos zeigen

11.12.2018 09:52

Moskau verstärkt Panzerkräfte an Grenze zu Ukraine

Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine spitzt sich erneut zu. Vor Kurzem gemachte Satellitenbilder zeigen, dass Russland in einer Militärbasis nahe der Grenze zur Ukraine Hunderte Panzer zusammengezogen hat. Erst Ende November hatte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko Moskau eine starke Truppenkonzentration an der Grenze vorgeworfen und vor einem drohenden Krieg gewarnt.

Auf Google-Maps-Aufnahmen sei klar ersichtlich, dass die russische Armee auf einem neuen Militärstützpunkt am Rande der Stadt Kamjansk-Schachtinskij bedeutende offensive militärische Ressourcen stationiert habe, berichtet die „Daily Mail“.

Auf der großen Militärbasis, die nur 18 Kilometer von der Grenze zu den besetzten Gebieten im Osten der Ukraine entfernt ist, befinden sich dem Bericht zufolge Hunderte russische Kampfpanzer vom Typ T-64 und T-62M, aber auch 1000 Militärlastwagen, verschiedene Artilleriesysteme und andere Wehrtechnik.

In einem Interview erklärte der Chef des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte erst kürzlich, dass Russland seit September seine Truppen nahe der Grenze zur Ukraine wesentlich aufgerüstet habe und dies die größte militärische Bedrohung für sein Land seit 2014 darstelle. So habe sich etwa die Zahl der in Kamjansk-Schachtinskij stationierten T-62M-Panzer von Mitte September bis 1. Oktober binnen nur zwei Wochen von 93 auf 250 Stück mehr als verdoppelt.

Poroschenko kritisiert massive Truppenkonzentration
Präsident Poroschenko hat Russland eine massive Truppenkonzentration an der Grenze vorgeworfen und vor einem drohenden Krieg gewarnt. Die russische Armee habe die Zahl der Panzer an ihren Stellungen entlang der Grenze verdreifacht, sagte Poroschenko am Dienstagabend zu mehreren ukrainischen Fernsehsendern. Auch die Zahl der stationierten Einheiten sei „dramatisch gestiegen“.

Poroschenko warnte in einem TV-Interview vor der Gefahr eines „vollständigen Kriegs“. Die russische Truppenkonzentration sei „entlang der vollen Länge unserer Grenze“ zu beobachten, sagte er. Das ukrainische Parlament hat deshalb Ende November beschlossen, ein 30-tägiges Kriegsrecht in Teilen des Landes zu verhängen.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Kovac selbstbewusst
„Mia san mia“: Bayern wieder im Kampfmodus
Fußball International
Einstweilige Verfügung
Streit mit Qualcomm: Nächste Schlappe für Apple
Elektronik
Alter wurde überprüft
Afghanischer „Spielplatz-Killer“ doch kein Kind
Oberösterreich
„Besucher verknallt“
Australien will Wombats vor Selfies beschützen
Reisen & Urlaub
„Kein Platz für Nazis“
Linke Demo gegen FPÖ-Neujahrstreffen in Wien
Österreich

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.