10.12.2018 09:59 |

Mord an Backpackerin

Neuseeland bittet Eltern des Opfers um Verzeihung

Tagelang wurde in Neuseeland nach einer verschwundenen Rucksacktouristin aus England gesucht, ehe sich am Sonntag die schlimmsten Befürchtungen bestätigten und die Leiche der jungen Frau gefunden wurde. Die 22-jährige Tochter eines Immobilien-Millionärs war ermordet worden, ein 26-jähriger Verdächtiger sitzt in Haft. Die Bluttat hat weit über die Landesgrenzen hinaus hohe Wellen geschlagen, am Montag hat sich schließlich sogar Neuseelands Premierministerin öffentlich entschuldigt und die Eltern des Opfers um Verzeihung gebeten.

Nach der Festnahme des mutmaßlichen Täters (26) wandte sich die Regierungschefin Jacinda Ardern am Montag an die Familie der ermordeten Grace Millane. Die Politikerin sagte, sie sei „verletzt und beschämt, dass dies in unserem Land passiert ist“. An die Adresse der Familie richtete Ardern folgende Worte: „Im Namen Neuseelands will ich mich entschuldigen: Ihre Tochter hätte hier sicher sein sollen. Sie war es nicht. Das tut mir leid.“

Opfer wurde einen Tag vor 22. Geburtstag zuletzt gesehen
Die Britin war auf einer einjährigen Weltreise unterwegs, die sie zunächst nach Südamerika geführt hatte und dann nach Neuseeland. Zuletzt wurde sie am 1. Dezember in Neuseelands größter Stadt Auckland lebend gesehen, einen Tag vor ihrem 22. Geburtstag. Damals ging Millane zusammen mit dem Tatverdächtigen in ein Hotel.

Leiche nach tagelanger Suche gefunden
Ihre Familie hatte begonnen, sich Sorgen zu machen, weil sie auf die Glückwunsche zum Geburtstag keine Antwort bekam. Nach tagelanger Suche wurde dann am Sonntag etwa 25 Kilometer von Auckland entfernt ihre Leiche entdeckt.

Tote mit Mietauto aus Auckland gebracht
Details zu Millanes Verschwinden sind noch nicht genannt. Auch zu den Ergebnissen der Obduktion äußerte sich die Polizei noch nicht. Vermutet wird, dass der 26-Jährige die Leiche der jungen Frau mit einem Mietauto aus der Stadt brachte.

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