So, 16. Dezember 2018

Im Kreise der Familie

07.12.2018 06:33

Ex-US-Präsident George H.W. Bush in Texas begraben

Sechs Tage nach seinem Tod ist der frühere US-Präsident George H.W. Bush mit militärischen Ehren in Texas beigesetzt worden. Beerdigt wurde Bush am Donnerstag im Kreise seiner Familie in College Station auf dem Campus der A&M-Universität, die seine Bibliothek und sein Museum beherbergt.

Zu Ehren des früheren Marinepiloten flog eine Formation von vier Kampfjets der Marine über die Stätte. Bush war am Freitag im Alter von 94 Jahren in seinem Haus in Houston gestorben. Er war von 1989 bis 1993 US-Präsident gewesen. Sein Tod wurde weltweit mit Trauer aufgenommen.

Neben Frau und Sohn begraben
Bush wurde neben seiner Frau Barbara und seiner Tochter Robin bestattet. Barbara Bush war erst im April dieses Jahres gestorben. Das Ehepaar war 73 Jahre lang verheiratet und hatte sechs Kinder. Robin war 1953 im Alter von drei Jahren an Leukämie gestorben. Bushs früherer Sprecher Jim McGrath schrieb am Donnerstagabend auf Twitter: „Der 41. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, George Herbert Walker Bush, hat seine letzte Ruhestätte erreicht.“

Ein Sonderzug brachte Bushs Leichnam nach College Station. Zahlreiche Menschen warteten entlang der Strecke. Die Lokomotive trug die Farben des Präsidentenflugzeugs Air Force One. Die Eisenbahngesellschaft Union Pacific hatte die Lok Bush gewidmet, sie trägt in Anlehnung an den 41. Präsidenten der USA die Nummer „4141“.

George W. Bush: „Bester Vater, den ein Sohn haben könnte“
Mit einer berührenden Trauerfeier hatten die Bush-Familie und zahlreiche Würdenträger dem Verstorbenen am Mittwoch in der Nationalen Kathedrale in Washington die letzte Ehre erwiesen. George W. Bush nannte seinen Vater „einen großartigen und großzügigen Mann, den besten Vater, den ein Sohn oder eine Tochter haben könnte“. Der heute 72-jährige George W. Bush war seinem Vater acht Jahre nach dessen Ausscheiden im Amt nachgefolgt.

Neben US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania nahmen auch alle lebenden Ex-Präsidenten der USA sowie die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Trauerfeier teil. Bush hatte sich nach dem Fall der Berliner Mauer als einer der ganz wenigen westlichen Staatschefs offen hinter die deutsche Einheit gestellt.

Trump sprach bei der Trauerfeier selbst nicht. Bei einer Veranstaltung im Weißen Haus am Donnerstag nannte Trump die Zeremonie am Vortag eine „schöne Ehrung“ für einen „wunderbaren Mann“.

Abschiednehmen begann schon am Montag
Die mehrtägige Abschiednahme von dem Republikaner hatte damit begonnen, dass Trump am Montag eine Präsidentenmaschine nach Texas schickte, um die Leiche des Verstorbenen nach Washington zu holen. Der Sarg wurde anschließend im Kapitol in Washington aufgebahrt, wo sich viele Menschen vom Ex-Präsidenten verabschiedeten.

Beim Begräbnisgottesdienst in Houston würdigte der frühere Außenminister James Baker seinen langjährigen Freund als „einen der ausgezeichnetsten Präsidenten unserer Nation“. Bush habe die Werte seines Landes verkörpert.

„Er hatte den Mut eines Kriegers und Friedensstifters“
„Er hatte den Mut eines Kriegers“, sagte der 88-jährige Baker, der Bush als Außenminister gedient hatte, in seiner Rede. „Aber wenn es Zeit zur Vorsicht war, hatte er immer den noch größeren Mut eines Friedensstifters.“ Während seiner Rede musste Baker immer wieder gegen Tränen ankämpfen. An dem Begräbnisgottesdienst in der St.-Martin-Kirche in Houston nahmen Familienangehörige und enge Bekannte des Verstorbenen teil. Die Beisetzung fand dann im kleinen Kreis statt.

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