28.11.2018 11:57 |

Warm anziehen!

Die eisigste Nacht dieses Herbstes steht uns bevor

Dieser Herbst spielte wahrlich alle Stückerl. Begann er noch mit wohlig warmen Temperaturen jenseits der 20-Grad-Marke und bescherte uns so einen Start in die kühle Jahreszeit in Altweibersommermanier, müssen wir uns nun in vielfacher Hinsicht warm anziehen. Denn in Österreich steht uns die kälteste Nacht des zu Ende gehenden Herbstes bevor, mit Temperaturen im teils zweistelligen Minusbereich.

Darf es noch etwas mehr sein? Diese Frage sollten sich alle Österreicher ab Donnerstagfrüh vor dem Kleiderschrank stellen. Denn es brechen eisige Zeiten herein, vor allem über dem Osten des Landes. „Praktisch alle Zutaten für eine eisige Nacht sind gegeben“, weiß UBIMET-Chefmeteorologe Manfred Spatzierer am Mittwoch zu berichten. „Neben einer kalten Luftmasse und einem sternenklaren Himmel helfen auch die windschwachen Bedingungen und die lokal bereits vorhandene Schneedecke bei der Abkühlung kräftig mit.“

Kälterekord aus dem Jahr 1975
Doch wo muss man am kräftigsten bibbern? Laut Ubimet befindet sich der vorläufige „Kälte-Pol“ in der kommenden Nacht im Mühl- sowie Waldviertel, in Alpentälern Salzburgs und der Steiermark sowie in Oberkärnten. Temperaturen um minus zehn bis minus 15 Grad werden keine Seltenheit sein. Noch etwas frostiger könnte es im Salzburger Lungau und im Aichfeld werden. Der bisherige Kälterekord dieses Herbstes - in Galtür wurden minus zwölf Grad gemessen - wackelt somit also. Auf Rekordkurs befinden wir uns damit allerdings noch lange nicht: Der absolute Frostrekord stammt noch aus dem Jahr 1975, unwirtliche minus 27 Grad wurden damals in St. Jakob im Defereggental in Osttirol gemessen.

Frostiger dank „Windchill-Effekt“
Dass gefühlte und gemessene Temperaturen durchaus weit auseinanderliegen können, werden wir auch in den kommenden beiden Tagen vor allem im Osten und Südosten Österreichs am eigenen Leib zu spüren bekommen. Kräftiger Wind „verschärft die Kälte und lässt die ohnehin schon eisigen minus fünf bis minus ein Grad in diesen Regionen durch den sogenannten Windchill-Effekt noch deutlich kälter wirken“, so der Meteorologe weiter. „Zum Beispiel fühlen sich die minus fünf Grad Freitagmittag in leicht erhöhten Lagen der Buckligen Welt bei Windböen von rund 50 km/h wie minus 15 Grad an.“

Nur wenig Besserung verspricht das bevorstehende Wochenende. Im ganzen Land kann immer wieder Regen und auch Schneefall niedergehen. Besonders vom Mühlviertel bis ins Grazer und Klagenfurter Becken muss man auch auf den Straßen wegen gefrierenden Regens vorsichtig sein. Erst mit Start der neuen Woche dürfte es im ganzen Land etwas milder werden.

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